Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat dem diplomatischen Korps seines Landes eine neue strategische Aufgabe gestellt. Während einer Besprechung der ukrainischen Botschafter in Kiew erklärte der Staatschef, dass das nationale Projekt zur Schaffung des Raketenabwehrsystems „Freya' auf der internationalen Bühne ein grundlegend neues Niveau erreichen muss.
Priorität für Diplomaten
Selenskyj betonte, dass die Förderung der „Freya'-Initiative zu einer der wichtigsten Prioritäten für ukrainische Botschafter werden muss. Nach seinen Worten erfordert das Projekt eine detaillierte Diskussion und eine gründliche Analyse, da es eine moderne Lösung darstellt, die für die künftige Sicherheit des Staates von kritischer Bedeutung ist.
„Vielleicht noch nicht sehr tiefgehend, aber wir müssen darüber sprechen und dieses wirklich moderne Projekt im Detail analysieren', merkte der Präsident an und fügte hinzu, dass jedes Element des Raketenabwehrsystems für den Schutz des Landes notwendig und wichtig ist.
Reaktion auf eine globale Bedrohung
In seiner Rede verknüpfte Wolodymyr Selenskyj die Notwendigkeit der Weiterentwicklung von „Freya' mit der aktuellen geopolitischen Lage. Er wies darauf hin, dass eine der schwerwiegendsten Folgen des Krieges Russlands gegen die Ukraine sowie der Taktik des Irans darin besteht, dass potenzielle Aggressoren auf der ganzen Welt das zerstörerische Potenzial ballistischer Raketen erkannt haben.
Der Präsident warnte davor, dass die globale ballistische Bedrohung nur zunehmen werde, was die Notwendigkeit eines Wachstums der Abwehrmöglichkeiten diktiert. In diesem Zusammenhang soll das ukrainische System die bestehenden und im Bau befindlichen Luftabwehrmittel erheblich ergänzen und verstärken.
Koalition aus 10 Ländern
Ein zentraler Punkt der Rede war die Ankündigung der Transformation von „Freya' zu einem integrierten Schutzsystem für ganz Europa. Selenskyj teilte mit, dass bereits Vereinbarungen mit einer Reihe von Staaten getroffen wurden, die der Anti-Ballistik-Koalition beigetreten sind.
Die Liste der Teilnehmer der Initiative umfasst 10 Länder:
- Ukraine
- Dänemark
- Frankreich
- Deutschland
- Italien
- Niederlande
- Norwegen
- Spanien
- Schweden
- Vereinigtes Königreich
Zusätzlich haben sich bereits 12 Herstellerfirmen dem Projekt angeschlossen, die bereit sind, an der Umsetzung dieser großangelegten Initiative teilzunehmen.
Pläne zur Erweiterung
Die Anti-Ballistik-Koalition plant eine weitere Erweiterung ihrer Mitgliederzahl. Nach Angaben des ukrainischen Führers ist das Projekt für neue Teilnehmer offen, die die Sicherheit des europäischen Kontinents angesichts wachsender Bedrohungen stärken können.