Der ukrainische Geheimdienst hat den Namen einer der Hauptideologen für die Fortsetzung des umfassenden Krieges gegen die Ukraine genannt. Laut dem Zentrum zur Bekämpfung von Desinformation beim Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrat (SNBO) übt Sergei Kirijenko, der erste Stellvertreter des Leiters der Präsidentschaftskanzlei der Russischen Föderation, einen entscheidenden Einfluss auf die Entscheidungsfindung von Wladimir Putin aus.
Einfluss auf den Kreml
Der Leiter des Zentrums zur Bekämpfung von Desinformation, Andrei Kowalenko, erklärte, dass Kirijenko nicht nur ein Befürworter militärischer Aktionen ist, sondern eine Person, deren Meinung der russische Präsident bei der Diskussion zukünftiger Konfliktszenarien besondere Beachtung schenkt. Der Experte betont, dass Kirijenko dem Kreml regelmäßig neue Eskalationsvarianten und Methoden des Terrors gegen die Ukraine vorschlägt und dabei eine der Schlüsselfiguren bleibt, die die Außenpolitik Russlands prägen.
Kurator der besetzten Gebiete
Seit 2022 hat sich Sergei Kirijenko um die Kuratelschaft der vorübergehend besetzten Gebiete gekümmert. Unter seiner Führung wurden die illegalen „Referenden“ zur Annexion der Regionen organisiert. Derzeit kontrolliert er den Prozess der Integration der eroberten Gebiete in das russische Verwaltungssystem, einschließlich:
- Zwangspassierung der lokalen Bevölkerung;
- Einführung russischer Bildungsstandards;
- Aktive Russifizierung der Regionen;
- Bestellung russischer Beamter auf Führungspositionen.
Zudem ist Kirijenko für die Erstellung und Verbreitung zentraler propagandistischer Narrative im Zusammenhang mit dem Krieg verantwortlich, die von russischen Medien verbreitet werden.
Internationaler Status und Sanktionen
Aufgrund seiner Rolle bei der Organisation der Aggression und Besetzung wurde Sergei Kirijenko von den ukrainischen Behörden gesucht. Zudem haben die Europäische Union, die USA, Großbritannien und eine Reihe anderer Länder strenge Sanktionen gegen ihn verhängt und seine Verantwortung für die Destabilisierung der Lage in der Region anerkannt.
Politische Lage in Russland
Aufgrund des anhaltenden Krieges und der zunehmenden Drohnenangriffe auf Moskau werden innerhalb der russischen Führung mögliche Änderungen der politischen Agenda diskutiert. Laut Quellen schlagen die Leiter der Sicherheitsstrukturen, darunter der Chef der Nationalgarde Wiktor Solotow und Vertreter des FSB, Wladimir Putin vor, die Frage einer Verschiebung des Termins der Wahlen zur Staatsduma zu prüfen.