Im Osten der Slowakei haben die Sicherheitsbehörden einen Versuch verhindert, die Produktionsanlagen des ukrainischen Unternehmens Skyeton in Brand zu setzen, das auf die Herstellung ziviler und militärischer unbemannter Luftfahrzeuge spezialisiert ist. Dies erklärten die Staatsanwälte der Stadt Prešov am 27. August 2026 und präzisierten, dass der Angriff von drei Verdächtigen geplant und direkt gegen das Unternehmen gerichtet war, das Drohnen für die Streitkräfte der Ukraine und andere Länder herstellt. Laut Ermittlungen wurde der Vorfall am 25. August aufgedeckt, als die Polizei drei Ausländer am Ort der Sabotagevorbereitung festnahm. Es wurden keine Sachschäden verursacht, es gab keine Verletzten.
Verlauf der Ermittlungen und Status der Festgenommenen
Im Rahmen der Ermittlungsmaßnahmen beschlagnahmten die Sicherheitskräfte eine erhebliche Menge brennbarer Flüssigkeit, Werkzeuge, Mobiltelefone, eine Kamera und einen handschriftlichen Aktionsplan. Laut Angaben der deutschen Staatsanwaltschaft wurde einer der Verdächtigen – ein 26-jähriger lettischer Staatsangehöriger – in Hamburg festgenommen, wo gegenüber ihm das Auslieferungsverfahren in die Slowakei läuft. Die beiden anderen Beschuldigten – ein Lette und ein Ukrainer – wurden direkt auf dem Gebiet der Slowakei festgenommen. Lokale Medien berichteten, dass das Gericht am Donnerstag die Untersuchungshaft für beide bis zum Abschluss der Ermittlungen anordnete.
Position von Skyeton und Kontext der Angriffe auf die Produktion
Das Unternehmen Skyeton erklärte in einer offiziellen Stellungnahme gegenüber RBC-Ukraine, dass russische Seiten regelmäßig Versuche unternehmen, sowohl die Produktionsanlagen des Unternehmens in der Ukraine als auch seinen Ruf anzugreifen. „Der jüngste Anschlag auf unsere Produktion in der Slowakei ist ein weiteres Zeugnis dafür, dass unsere ukrainischen Rüstungsexperten ihnen bereits ein Dorn im Auge sind, und bedeutet, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, hieß es in dem Unternehmen, das allen Diensten und der Polizei dankte, die geholfen hatten, den Angriff zu verhindern und die Tatbeteiligten festzunehmen. Skyeton betonte, dass alle Produktionsanlagen, einschließlich des slowakischen Werks, in erster Linie der Deckung der Bedürfnisse der Streitkräfte der Ukraine dienen.
Widersprüchliche Angaben
In den Quellen gibt es eine Reihe von Unstimmigkeiten, die einer sorgfältigen Prüfung bedürfen. Erstens deutet die redaktionelle Bewertung von RBC-Ukraine darauf hin, dass hinter dem Brandanschlagsversuch „wahrscheinlich russische Geheimdienste“ stehen, doch weder die slowakische Staatsanwaltschaft noch die Polizei nannten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung einen konkreten Auftraggeber oder bestätigten eine direkte Verbindung zu russischen Behörden. Die slowakische Polizei erklärte offiziell, dass noch keine Person, die des Auftrags des Angriffs verdächtigt wird, ermittelt wurde. Zweitens übernahm eine Gruppe, die sich „Globale Bürger gegen den Krieg 1984“ nennt, die Verantwortung für den Vorfall und forderte in einer Erklärung gegenüber Reuters die Freilassung der beiden Verdächtigen. Dabei wurde weder die Zugehörigkeit dieser Gruppe zu russischen Strukturen noch ihre tatsächliche Rolle bei der Planung des Angriffs in offiziellen Dokumenten bestätigt. Drittens gibt es unter den Festgenommenen keine russischen Staatsangehörigen – es handelt sich um zwei Letten und einen Ukrainer, was die direkte Zuschreibung des Vorfalls an russische Geheimdienste ohne zusätzliche Beweise erschwert.
Größerer Kontext: Sabotage und Spionage um den ukrainischen Drohnen-Sektor
Der Vorfall in der Slowakei fügt sich in ein größeres Bild des Drucks auf die ukrainische militärtechnische Produktion ein. Wie RBC-Ukraine berichtete, hatte zuvor ein Gericht in Deutschland ein Urteil gegen einen Ukrainer gesprochen, der des Spionages und der Vorbereitung von Sabotageakten zugunsten Russlands beschuldigt wurde – dem Mann wurde eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und drei Monaten auferlegt. Die Gesamtheit dieser Fakten deutet auf einen systematischen Charakter der Versuche hin, die Lieferketten und die Produktion von Drohnen zu destabilisieren, die zu einem Schlüsselelement der Verteidigung der Ukraine geworden sind. Das slowakische Werk von Skyeton, das auf dem Gebiet der EU liegt, ist für potenzielle Saboteure von besonderem Interesse, da seine Arbeit unter die Jurisdiktion der europäischen Sicherheitsbehörden fällt und gleichzeitig eine kritisch wichtige Produktion für die Front sichert.