Der Wahlkampfauftakt von US-Präsident Donald Trump im Bundesstaat Georgia ging nicht nur wegen seiner politischen Aussagen in die Geschichte ein, sondern auch wegen einer kuriosen Episode, die live übertragen wurde. Während der Staatschef seine Rede auf der Bühne der Wheeler Middle School in Marietta hielt, fiel den Zuschauern ein Mann auf, der in der Reihe hinter ihm saß.
Wie das Magazin The Daily Beast berichtet, begann dieser Mann, den Präsidenten demonstrativ zu imitieren. In einem dunklen Anzug mit roter Krawatte wiederholte er fast wortwörtlich und Bewegung für Bewegung das Verhalten von Trump. Auf den Aufnahmen ist zu sehen, wie der Mann weit mit den Armen schwenkt, den Kopf wackelt und die Lippen in die für den Politiker typische Grimasse formt, wobei er jede Geste übertrieben nachahmt.
Dennoch zeigten nicht alle Anwesenden derart viel Enthusiasmus. Journalisten stellten fest, dass ein Teil des Publikums in den hinteren Reihen Langeweile zeigte: Manche unterhielten sich mit ihren Nachbarn, andere starrten in ihre Handys und ignorierten die Rede des Führers.
Politik und Tragödie
Der Auftritt von Trump dauerte fast 74 Minuten. In seiner Rede berührte der Präsident eine Reihe heikler Themen: vom Konflikt mit dem Iran bis hin zur scharfen Kritik an den Demokraten. Besondere Aufmerksamkeit widmete er der Innenpolitik und erklärte, dass angeblich „Kommunisten“ innerhalb der USA planen, den Mount Rushmore „in die Luft zu sprengen“.
Noch am selben Tag besuchte der Präsident die Luftwaffenbasis Dover, wo eine feierliche Zeremonie zur Begrüßung der Leichen von vier amerikanischen Soldaten stattfand, die im Nahen Osten im Zuge der Eskalation der Spannungen mit dem Iran getötet worden waren. Die Verstorbenen – die Soldatin Isabel Gonzalez, der First Lieutenant Tyler James Fiehan und der Sergeant Angel C. Rampersad – wurden Opfer eines Drohnenangriffs auf Militärangehörige in Jordanien. Ein weiterer Soldat, Sergeant Michael Emmanuel Swinton, kam bei der kontrollierten Zerstörung eines iranischen Drohnenangriffs im Irak ums Leben.
Nachdem er den Familien der Getöteten sein Beileid ausgedrückt hatte, gab Trump ein Statement gegenüber Journalisten ab, das, so die Meinung der Presse, ziemlich unklar war und in den amerikanischen Medien zu Diskussionen führte.
Skandal um den Teleskript-Bedienung und Kuriositäten der Gegner
Parallel zu den Ereignissen in Georgia entbrennt in den USA ein Skandal um den Teleskript-Bedienungsassistenten des Präsidenten, Gabriel Perez. Laut ABC News wurde er von seiner Arbeit suspendiert, nachdem Verdächtigungen gegen ihn aufkamen, Insiderinformationen genutzt zu haben. Perez, der Zugang zu den Texten zukünftiger Reden von Trump hatte, wird beschuldigt, mehr als 100.000 Dollar verdient zu haben, indem er Wetten auf den Inhalt der Auftritte tätigte.
Gleichzeitig blieben Kuriositäten auf der politischen Bühne auch die Gegner des amtierenden Führers nicht verschont. Zuvor wurde bekannt, dass Joe Biden bei einer Veranstaltung der Demokratischen Partei verwirrt war und nicht wusste, in welche Richtung er die Bühne verlassen sollte. Dieser Moment, der auf Video festgehalten wurde, ereignete sich unmittelbar nachdem der ehemalige Präsident die Trump-Administration scharf kritisiert hatte.