In der Nacht vom 17. auf den 18. September 2026 wurde das Territorium Russlands von den ukrainischen Verteidigungskräften mit einem massiven Angriff getroffen, bei dem nach vorliegenden Angaben Ziele in 20 Regionen des Landes getroffen oder beschossen wurden. Dies berichtet RBC-Ukraine unter Verweis auf eine Erklärung des russischen Verteidigungsministeriums. Das russische Verteidigungsministerium bestätigte, dass die Luftverteidigung in der Nacht versuchte, einen großangelegten Luftangriff abzuwehren; dabei wurde, wie in früheren Fällen, die genaue Zahl der eingesetzten Drohnen offiziell nicht offengelegt.

Umfang der Angaben: 641 abgeschossene Drohnen

Laut dem Text der Erklärung des russischen Verteidigungsministeriums habe die russische Luftverteidigung 641 ukrainische unbemannte Luftfahrzeuge vom Flugzeugtyp abgeschossen und zerstört. Aus der Formulierung des Ministeriums geht hervor, dass es sich um Hunderte von Geräten handelt; eine unabhängige Überprüfung dieser Zahl liegt derzeit jedoch nicht vor. Wichtig ist, dass die Angabe zum „Abschuss“ nicht mit der Bestätigung der tatsächlichen Einsätze genau dieser Anzahl von Geräten gleichzusetzen ist: Ein Teil von ihnen konnte, nach der Logik des eigenen Textes, bereits beim Anflug getroffen worden sein, während ein anderer Teil die Ziele nicht erreichte.

Rostow: Explosionen, Brand und möglicher Treffer auf einen Flugplatz

Augenzeugen in der russischen Stadt Rostow am Don hielten laute Explosionen und einen großflächigen Brand fest. Nach den letzten Angaben war das wahrscheinliche Ziel des Angriffs diesmal ein Militärflugplatz, auf dessen Gelände es anschließend, wie berichtet wird, zu einer Sekundärdetonation kam. Diese Informationen haben zum Zeitpunkt der Erstellung des Materials den Charakter von Augenzeugenberichten und wurden von keiner der Seiten offiziell bestätigt.

Jaroslawl: Die Raffinerie „Slawneft-JANOS“ im Fadenkreuz

In den sozialen Medien verbreitet sich zudem die Information, dass eines der Ziele der ukrainischen Verteidigungskräfte in der vergangenen Nacht die Raffinerie „Slawneft-JANOS“ in Jaroslawl war. Dies ist die größte Raffinerie im Norden Russlands und einer der führenden Betriebe des Landes in der Primärdestillation von Erdöl mit einer Jahreskapazität von rund 15 Millionen Tonnen. Bestätigungen für den tatsächlichen Treffer auf das Objekt von offizieller Seite lagen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht vor.

Widersprüchliche Daten

Hier gibt es mehrere Unstimmigkeiten, die im Blick behalten werden sollten. Erstens behauptet das russische Verteidigungsministerium den Abschuss von 641 Drohnen, legt aber die tatsächliche Zahl der eingesetzten Geräte nicht offen, weshalb das Verhältnis „gestartet – abgeschossen“ nicht überprüfbar bleibt. Zweitens werden die Angaben über den Treffer auf den Militärflugplatz in Rostow und die Raffinerie in Jaroslawl als wahrscheinlich dargestellt und basieren auf Augenzeugenberichten und sozialen Medien, nicht auf offiziellen Bestätigungen. Drittens wird im selben Zeitraum auch eine umgekehrte Dynamik festgestellt: Nach Angaben ukrainischer Quellen griff Russland in der Nacht vom 17. auf den 18. September ebenfalls mit Hunderten von Drohnen westliche Regionen der Ukraine an, was ein Bild gegenseitiger massiver Angriffe erzeugt und die eindeutige Zuordnung jedes einzelnen Vorfalls erschwert.

Kontext: gegenseitige massive Angriffe

Der Angriff vom 18. September fügt sich in den breiteren Kontext der anhaltenden gegenseitigen Schläge ein. Parallel zum nächtlichen Angriff auf Russland berichteten ukrainische Quellen über einen massiven Drohnenangriff Russlands auf den Westen der Ukraine; in der Oblast Saporischschja wurden laut dem Gouverneur innerhalb von 24 Stunden rund 400 Drohnen zerstört und unterdrückt. Damit wurde die Nacht vom 17. auf den 18. September zu einem weiteren Kapitel des intensiven Schlagtausches beider Seiten, in dem sowohl Luftangriffe als auch der Kampf um Infrastruktur- und Militärziele im Vordergrund stehen.