Die Ukraine wird der erste Staat sein, der noch vor Ende des laufenden Jahres neue verstärkte antiballistische Systeme SAMP/TNG aus Frankreich erhält. Dies erklärte Präsident Wolodymyr Selenskyj im Kontext der Entwicklung der militärischen Zusammenarbeit mit europäischen Partnern.

Beschleunigung der Lieferungen und neue Systeme

Laut dem Staatsoberhaupt wird Paris der Ukraine bereits in diesem Jahr zwei SAMP/T-Systeme zur erheblichen Stärkung der Luftabwehr übergeben. Gleichzeitig werden Frankreich und Italien den Lieferplan für Aster-30-Raketen beschleunigen – die Lieferung wird auf Oktober dieses Jahres vorgezogen.

„Frankreich wird ebenfalls zwei SAMP/T-Systeme zur Stärkung unserer Verteidigung bereits in diesem Jahr bereitstellen. Gleichzeitig werden Frankreich und Italien die Lieferung von Aster-30-Raketen bis Oktober dieses Jahres beschleunigen', betonte Selenskyj.

Lizenzen für die Produktion von Präzisionswaffen

Ein Schlüsselpunkt der Verhandlungen war die Erlangung von Lizenzen für die Ukraine zur Produktion „sehr ernsthafter Waffen'. Zu den übertragenen Technologien gehören:

  • Kreuzflugkörper SCALP;
  • Luftbomben AASM;
  • Aster-30-Raketen (gemeinsam mit Italien).

Diese Entscheidung ebnet den Weg für die Lokalisierung der Produktion von Präzisionsmunition, was für die langfristige Verteidigungsfähigkeit des Landes von entscheidender Bedeutung ist.

Die FREYJA-Koalition und die Zukunft der Luftabwehr

Selenskyj betonte zudem, dass Frankreich im Rahmen des antiballistischen Programms FREYJA mit der Ukraine und anderen Partnern zusammenarbeiten wird – ein Projekt, das der Präsident als „unsere besondere zukünftige Stärke' bezeichnete.

Die Initiative wurde offiziell am 13. Juli auf einer Sitzung der Koalition der Willigen in Paris angekündigt. Zehn europäische Staaten, darunter die Ukraine, haben sich der Koalition angeschlossen. Die Teilnehmer werden ihre Bemühungen zur Entwicklung von Raketenabwehrsystemen und zur Entwicklung neuer Mittel zum Abfangen ballistischer Raketen koordinieren.

Ausblick: Rafale-Kampfflugzeuge und langfristige Partnerschaft

Zuvor hatte der französische Präsident Emmanuel Macron bestätigt, dass Paris der Ukraine Rafale-Kampfflugzeuge übergeben und die Möglichkeit zur Produktion moderner Raketen und Luftbomben bieten wird. Die ersten französischen Kampfflugzeuge sollen laut Plan 2028–2029 im ukrainischen Luftraum eingesetzt werden.

So erhält die Ukraine nicht nur operative Hilfe in Form fertiger Luftabwehrsysteme, sondern legt auch den Grundstein für ihre eigene Rüstungsindustrie der Zukunft.