Heute, am 31. August, ist der letzte Tag, an dem Ukrainer, die in Polen mit dem Status des vorübergehenden Schutzes UKR leben, ihre Identität bestätigen und damit ihr Recht auf Sozialleistungen erhalten können. Dies berichtet RBC-Ukraine unter Verweis auf das polnische Sozialversicherungsamt (ZUS). Wird die verpflichtende Identitätsbestätigung nicht fristgerecht durchgeführt, wird der UKR-Status automatisch annulliert und die Leistungen des Programms „800+“ ab dem 1. September eingestellt.

Wen genau die Anforderung betrifft

Die Pflicht zur Identitätsbestätigung gilt nicht für alle ukrainischen Flüchtlinge, sondern für eine konkrete Gruppe: jene, denen die PESEL-Nummer mit UKR-Status auf Grundlage einer Geburtsurkunde oder anderer innerstaatlicher Dokumente und nicht eines gültigen Reisepasses ausgestellt wurde. Wie das ZUS betont, betrifft dies in erster Linie Kinder, denen in den ersten Monaten des großflächigen Angriffskriegs ohne Reisepass vorübergehender Schutz gewährt wurde. Genau für diese Kategorie wird die Identitätsbestätigung zur entscheidenden Voraussetzung für den Erhalt der Rechte.

Was zur Erhaltung der Leistungen zu tun ist

Das Verfahren ist laut ZUS maximal einfach und erfolgt nur einmalig: Es genügt, sich einmalig bei der Gemeindeverwaltung (Gmina) am Wohnort zu melden und ein gültiges Ausweisdokument vorzulegen – den Reisepass des Kindes oder des Erwachsenen. Das Recht ukrainischer Kinder auf Unterstützung im Programm „800+“ ist direkt an den entsprechenden Aufenthaltsstatus gebunden, daher bestimmt die Identitätsbestätigung unmittelbar, ob sie diese Unterstützung weiterhin erhalten können.

Was bei Versäumung der Frist passiert

Die Folgen einer versäumten Frist sind erheblich. Bestätigt sich eine Person nicht bis einschließlich 31. August, wird der UKR-Status automatisch in NUE umgewandelt, was die vollständige Beendigung des vorübergehenden Schutzes bedeutet. In diesem Fall werden die Leistungen „800+“ eingestellt, und für einen weiteren legalen Aufenthalt und die Arbeit in Polen muss die Person neue Genehmigungsdokumente von Grund auf beantragen.

Kontext: Umfang und öffentliche Meinung

Die Erinnerung an die Frist erfolgte vor dem Hintergrund der Daten, dass Polen seit Beginn des großflächigen Krieges 1,73 Millionen Ukrainer, die das Land wegen des russischen Angriffskriegs verlassen mussten, Schutz gewährt hat. Dabei wurde zuvor berichtet, dass die Mehrheit der Polen die Verschlechterung der Haltung gegenüber Ukrainern mit Streitigkeiten um das historische Gedächtnis und den Sozialleistungen in Verbindung bringt: Nur 7 % der Befragten gaben an, dass sich ihre Haltung gegenüber Bürgern der Ukraine nicht geändert habe. Unter diesen Bedingungen wird die rechtzeitige Ausstellung von Dokumenten nicht nur zu einer bürokratischen, sondern auch zu einer praktischen Notwendigkeit, um den gesetzlichen Status und die finanzielle Unterstützung zu erhalten.