In den sozialen Medien ist erneut eine Debatte über Lebensmittel entbrannt, die fast alle lieben sollen. Die Autorin des Posts, nasta7ia, schlug ihren Followern vor, eine solche Sache zu nennen, um die ihrer Meinung nach ein völlig unverständlicher Hype gemacht wird, und die Kommentare verwandelten sich schnell in eine Liste unerwarteter gastronomischer „Anti-Trends“. Das Projekt Styler von RBC-Ukraine hat die interessantesten Antworten der Ukrainer in Threads zu beliebten Gerichten, Getränken und Produkten gesammelt, die die Teilnehmer der Diskussion überhaupt nicht schätzten.
Liste der „Anti-Trends“: von Pelmeni bis Kokos
Manche Gerichte sind so fest im Menü vieler Ukrainer verankert, dass die Abneigung gegenüber ihnen stark überraschen kann. Doch die Kommentatoren bewiesen: Selbst die beliebtesten Produkte haben ihre Gegner. Ein Nutzer fügte ohne weitere Erklärung hinzu, dass er Pelmeni nicht mag. Außerdem wurden in den Kommentaren Zwiebeln, Oliven, Avocado, Kokos und Krabben-Salat genannt. Auch die Getränke kamen nicht ungeschoren davon: Eine Teilnehmerin der Diskussion gestand, dass sie Kaffee nicht mag, und betonte, dass sie „ehrlich nicht verstehe, wie man ihn trinken kann“, und dass sie ihn nie getrunken habe.
Ganze Gerichte und Desserts unter den Abgelehnten
Unter den Antworten waren nicht nur einzelne Produkte, sondern auch ganze Gerichte und Desserts. Eine Teilnehmerin der Diskussion nannte sofort Okroschka, Cremesuppen und Lebertorte. Erwähnt wurden auch die Kiewer Torte, das Getränk Coca-Cola und ein Bohnen-Burrito. Bemerkenswert ist, dass sich einige Antworten auf Waren bezogen, die seit langem echte Favoriten eines breiten Publikums bleiben. Am Ende entstand eine maximal vielfältige Liste – von traditionellen Hausgerichten bis zu Produkten, die seit Jahren beliebt sind.
Warum wir Essen ablehnen: Was die Wissenschaft sagt
Interessanterweise finden sich in solchen Listen völlig unterschiedliche Dinge: Für manche ist es eine Frage des Geschmacks, für andere – der Textur, des Geruchs oder einer bestimmten Kombination von Zutaten, und manchmal versteht ein Mensch einfach nicht, warum ein bestimmtes Essen so populär geworden ist. Der Forscher des Essverhaltens Adam Drewnowski, Professor an der School of Public Health der Universität Michigan, stellt in seinem Review fest, dass Geschmack, Geruch und Textur der Nahrung eine wichtige Rolle bei der Bildung von Essenspräferenzen spielen, aber die sensorischen Empfindungen allein nicht ausreichen, um vollständig zu erklären, warum Menschen Produkte wählen oder ablehnen. Robert Pellegrino und Curtis Lakett von der Abteilung für Lebensmittelwissenschaften der Universität Tennessee stellten fest, dass die Textur mindestens genauso wichtige Ursache der Ablehnung sein kann wie der Geschmack: Menschen können eine schleimige, breiartige oder zu harte Konsistenz unangenehm finden.
Es gibt keinen „Standardgeschmack“
Geschmäcker, die in der Kindheit geprägt wurden, können tatsächlich einen langen „Schweif“ haben. Die Forscherin des Essverhaltens Andrea Mayer-Nott stellt in ihrem Review fest, dass frühe Erfahrungen mit Geschmäckern und Texturen die späteren Essenspräferenzen beeinflussen können, und dass ein wiederholtes Kennenlernen von Produkten in der Kindheit die Haltung zu ursprünglich ungeliebter Nahrung allmählich verändern kann. Die Liebe zu Oliven, Avocado, Kaffee oder Sushi ist also kein universeller „richtiger“ Geschmack: Darauf wirken sich aus, was wir beim Essen empfinden, wie das Produkt aussieht und riecht, welche Konsistenz es hat und welche Erfahrungen wir bereits gemacht haben. Was eine Person liebt, kann für eine andere durchaus ein Produkt aus der Kategorie „nie wieder“ sein.