Die Nutzerin mit dem Pseudonym _khotynska_ auf Threads stellte dem Publikum eine einfache, aber aufweckende Frage: Welche Einkäufe habt ihr eingestellt, als ihr merktet, dass es sich dabei um „einfach verschwendetes Geld“ handelt? Die Antworten sammelten Dutzende praktischer Beispiele, die Styler thematisch grupperte. Das allgemeine Fazit der Diskussion lautet: Wenn ein Produkt schnell langweilt, sich abnutzt oder eine zugängliche kostenlose Alternative hat, muss es keineswegs regelmäßig gekauft werden.
Reinigungsmittel: von Dutzenden Produkten zu einem Basissortiment
Gleich mehrere Kommentatorinnen erinnerten an Haushalts- und Reinigungsmittel. Statt Dutzender spezialisierter Mittel für jede Oberfläche und jede Situation behielten sie nur einige Basisprodukte. „Millionen Mittel für die Reinigung. 4–5 Mittel reichen aus, um eine Wohnung gründlich zu putzen“, schrieb eine der Teilnehmerinnen. Besonders kritisiert wurden Feuchttücher für die Reinigung: „Ich habe nur ein Päckchen gekauft. Das ist einfach gut aufgedrängtes Marketing. Und für die Umwelt und den Geldbeutel ist es eine Katastrophe“, bemerkte eine andere. Die Logik ist hier einfach: Ein minimales Sortiment für den Haushalt ersetzt eine ganze Regalreihe hochspezialisierter Produkte.
Pflege: Maniküre und Augenbrauen selbst gemacht
Die zweite häufig genannte Kategorie ist die Selbstpflege. Ein Teil der Frauen hat aufgehört, regelmäßig zur Maniküre oder zu den Augenbrauen in den Salon zu gehen. „Gel-Lack – nur Nagelpflege und Feilenmaniküre alle zwei Wochen“, schreibt eine Teilnehmerin. Eine andere erzählte, dass sie sich die Augenbrauen selbst färbt, um den Härchen eine gesättigtere Farbe zu geben, und einmal im Jahr den Permanent-Make-up-Verlauf auffrischt, der „eine Menge Zeit spart“. Statt einer großen Anzahl von Körperpflegeprodukten behielten sie nur die Basisprodukte.
Kosmetik und „kostenlose“ Alternativen
Auch vom Übermaß an Kosmetik wird versucht, Abstand zu nehmen: Eine der Teilnehmerinnen verwendet nur eine Basisgesichtspflege, die von einer Kosmetikerin zusammengestellt wurde. Eine weitere Möglichkeit, nicht zu viel auszugeben, besteht darin, nichts zu kaufen, wofür es bereits eine kostenlose Alternative gibt. „Planer. Das habe ich sowieso alles im Google-Kalender“, stellt eine der Kommentatorinnen fest. So verdrängen digitale Werkzeuge die papierenen und plastikenen „Helfer“ aus dem Budget.
Widersprüchliche Angaben
In der Diskussion kam es auch zu Meinungsverschiedenheiten. Die Aussage einer Teilnehmerin über die Unnötigkeit von Retinol in der Gesichtspflege rief sofort die Ablehnung einer anderen Nutzerin hervor, die diesen Wirkstoff für die Haut als wirksam hält. Das heißt, bei der Frage der kosmetischen Wirkstoffe gibt es in der Diskussion keine einheitliche Position: Ein Teil der Frauen reduziert die Pflege auf ein Minimum, ein Teil besteht auf dem Beibehalten einzelner „wirksamer“ Inhaltsstoffe. Dies ist ein anschauliches Beispiel dafür, dass „Sparen“ in der Selbstpflege bei jeder Teilnehmerin anders aussieht.
Garderobe und Kleinigkeiten: Spitzenunterwäsche und Reisen statt neuer Kleidung
Einige haben aufgehört, die Garderobe regelmäßig zu erneuern: Eine der Kommentatorinnen kauft fast keine Kleidung und Schuhe mehr, sondern gibt ihr Geld lieber für Reisen aus. „Dafür kann ich irgendwohin fahren. Das ist definitiv besser“, schreibt eine andere. Für manche wurde sogar Spitzenunterwäsche zu einem überflüssigen Kauf: Früher trug man sie jeden Tag, aber wegen des schnellen Verschleißes wurde auf praktische Baumwollvarianten umgestiegen. Das Hauptprinzip der Diskussionsteilnehmerinnen lässt sich auf eines reduzieren: Nicht für das bezahlen, was sich schnell abnutzt, langweilt oder leicht durch ein kostenloses Äquivalent ersetzt werden kann.