Die aktive und gezielte Arbeit der ukrainischen Verteidigungskräfte zur Identifizierung und Zerstörung russischer Raketensysteme hat zu wesentlichen Änderungen in der Taktik des Gegners geführt. Zum 1. Oktober 2026 war das russische Kommando gezwungen, einen Teil seiner Startrampen in eine Entfernung von etwa 200 Kilometern von der Staatsgrenze zu verlegen. Dieses Manöver ist eine direkte Antwort auf die gestiegene Effektivität der ukrainischen Schläge, die in den letzten Wochen systematisch und punktgenau wurden.
Einfluss auf die Kampffähigkeiten Russlands
Experten stellen fest, dass eine solche Entscheidung das Offensivpotenzial des Aggressors drastisch einschränkt. Insbesondere für die S-300- und S-400-Raketensysteme, die Boden-Boden-Raketen vom Typ RM-48U mit einer Reichweite von etwa 250 Kilometern verwenden, bedeutet der Abzug der Werfer um 200 Kilometer eine drastische Verringerung des Abdeckungsbereichs des ukrainischen Territoriums. Faktisch verliert der Feind die Möglichkeit, Ziele in der Tiefe der Grenzgebiete mit der bisherigen Intensität zu treffen.
Chronologie erfolgreicher Angriffe
Zu den Erfolgen der ukrainischen Kräfte gehört nicht nur das Zurückdrängen mobiler Werfer, sondern auch die Zerstörung stationärer Objekte. Am 28. September wurden Drohnenkontrollzentren, Startplätze für Angriffsdrohnen und das Flugabwehrsystem Panzir-S2 erfolgreich getroffen. Zuvor wurde die Zerstörung von zwei S-400-Werfern in der Region Brjansk gemeldet. Parallel dazu gab es in der Nacht zum 25. September Schläge gegen Unternehmen der russischen Rüstungsindustrie: das Iskra-Werk in Uljanowsk, das Werk für synthetischen Kautschuk in Jefremow und Woroneschsintezkautschuk.
Widersprüchliche Angaben
Es gibt Diskrepanzen bei der Bewertung der Effektivität dieser Schläge zwischen ukrainischen und russischen Quellen. Während die ukrainische Seite von einer systematischen Beschädigung wichtiger Komponenten der Rüstungsindustrie und Raketensysteme berichtet, schweigen russische offizielle Berichte oft über den Verlust spezifischer Startrampen und konzentrieren sich ausschließlich auf Meldungen über die Arbeit der eigenen Flugabwehr oder Erfolge bei der Entwicklung alternativer Systeme wie „Kornet“. Dieser Unterschied in den Narrativen macht einen kritischen Abgleich der operativen Daten erforderlich.