In der Nacht zum 3. September 2026 trafen Einheiten der ukrainischen Verteidigungskräfte ein russisches schnelles Transport- und Landungsboot BK-16 (Projekt 02510) in den Gewässern des besetzten Sewastopols. Dies teilte der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte mit, dessen Angaben von ukrainischen Medien weitergegeben werden. Stand Morgen des 3. September wird der Umfang der Schäden am Schiff noch ermittelt, der Treffer auf das Ziel wurde jedoch von der ukrainischen Militärführung bestätigt.
Taktisch-technische Daten des getroffenen Bootes
Das Boot des Projekts 02510 ist ein schnelles Transport- und Landungsboot mit einer Verdrängung von rund 20,5 Tonnen und einer Länge von etwa 16 Metern, ausgelegt für eine Besatzung von zwei Personen. Die Hauptaufgabe des Bootes ist der Transport und die Landung von Truppen, einschließlich an unvorbereitetem Küstenabschnitt, sowie die Erfüllung von Patrouillen- und Gegen-Divergenzaufgaben. An Bord können bis zu 19 Landungssoldaten verladen werden. Die Bewaffnung umfasst Maschinengewehr- und Granatwerferanlagen. Solche Boote werden von der russischen Schwarzmeerflotte häufig für operative Verlegungen kleiner Gruppen an die Küste der Krim und an angrenzende Küstenregionen eingesetzt.
Weitere Ziele in der Krim und auf dem Festland
Neben dem Boot BK-16 trafen die Verteidigungskräfte im Bereich des besetzten Sewastopols eine mobile Station der elektronischen Kampfführung „Krasucha-4“ – ein Störkomplex großer Reichweite, der zur Unterdrückung von Bordradarstationen von Flugzeugen, Hubschraubern und Drohnen bestimmt ist. Ein weiterer Treffer traf einen Drohnensteuerpunkt des Gegners im Bereich von Maryino im besetzten Krimgebiet. Auf dem ukrainischen Festland wurden in der Oblast Donezk ein Drohnenlager in Selannom und ein Munitionslager im Bereich von Ilowajsk getroffen. Außerdem wurden Objekte des Gegners auf dem Übungsplatz „Wostotschny“ in Nowopetrowka, Oblast Saporischschja, getroffen.
Systematische Arbeit zur Neutralisierung der Militärinfrastruktur der Krim
Die Schläge gegen russische Militärziele im besetzten Krimgebiet haben systematischen Charakter. Erst vor Kurzem trafen die ukrainischen Marinekräfte die Küstenraketenanlage „Bastion“ – ein knappes und kostspieliges System der Schiffsabwehrwaffen. Zuvor, in der Nacht zum 1. August, führten die Verteidigungskräfte einen Schlag gegen die Bootsbasis und Objekte der russischen Schwarzmeerflotte in der Krim durch, wobei einer der Hauptziele eine Flotte bemannter See-Drohnenboote war, die von der russischen Seite für Kampfaufgaben im Schwarzen Meer eingesetzt wird. Experten betonen, dass die konsequente Zerstörung von Elementen der Küsten- und Seeinfrastruktur die operativen Fähigkeiten der Schwarzmeerflotte in der Region erheblich einschränkt.
Widersprüchliche Angaben
Stand Morgen des 3. September 2026 wurde der Umfang der Schäden am Boot BK-16 offiziell nicht offengelegt: Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte gibt an, dass die Informationen noch ermittelt werden. Die russische Seite hat zum Zeitpunkt der Veröffentlichung keine unabhängige Bestätigung oder Widerlegung des Schlags auf das konkrete Schiff veröffentlicht. Somit bleibt die detaillierte Bewertung des Schadens – ob das Boot zerstört wurde oder lokale Schäden erlitten hat – bis zum Vorliegen zusätzlicher Daten eine offene Frage.