In der Nacht zum 16. Juli führten die ukrainischen Streitkräfte eine massive Serie von Angriffen auf kritisch wichtige Objekte der russischen militärischen und wirtschaftlichen Infrastruktur durch. Laut dem Generalstab der Streitkräfte der Ukraine wurden infolge der Angriffe Schiffe zerstört oder beschädigt, die am Transport von Öl beteiligt waren, sowie strategische Übergänge in den besetzten Regionen.

Angriff auf die „Schattenflotte“ und die Logistik

Der Hauptangriff richtete sich auf die Gewässer des Schwarzen und Asowschen Meeres, wo die ukrainischen Verteidigungskräfte sechs Tanker und zwei Schlepper trafen. Diese Schiffe sind Teil der sogenannten „Schattenflotte“, die Russland zur Umgehung internationaler Sanktionen nutzt. Die Tanker befördern russisches Rohöl und Erdölprodukte und versorgen zudem die russische Armee mit Treibstoff.

Insbesondere die Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) zusammen mit der Marine (VMS) griffen die Tanker „Louise 1“ und „Banda“ an. Für die Durchführung der Operation wurden die Seedrohnen „Mamai“ eingesetzt. Der Tanker „Louise 1“ war während des Embargos der G7-Staaten und der EU am Öltransport beteiligt. Das Schiff „Banda“ transportierte Rohstoffe aus den Häfen Ust-Luga, Keratsch, Noworossijsk und Chabarovsk.

Versuche der russischen Luftwaffe, die Operation zu sabotieren, blieben erfolglos. Trotz des Einsatzes von Maschinengewehrfeuer und Bombenabwürfen erfüllten die ukrainischen Streitkräfte ihre Aufgabe.

Zerstörung der Infrastruktur in der Krim und im Donbass

Neben den Zielen auf See wurden auch Angriffe auf die Landinfrastruktur durchgeführt, die die militärische Logistik des Gegners sichert. In der Oblast Donezk wurde das Öllager „Schachtarsk“ getroffen. Das genaue Ausmaß des Schadens wird noch ermittelt.

Zudem wurden im Rahmen der Operation wichtige Verkehrsadern angegriffen:

  • Eine Autobahnbrücke in der Nähe von Primorsk (Oblast Saporischschja).
  • Eine Eisenbahnbrücke „Siwasch“ in der Nähe von Tschongar (Autonome Republik Krim).

Diese Objekte werden von den russischen Besatzern aktiv für den Transport von Technik und Gütern genutzt. Auch in der Nähe von Nowodariwka (Oblast Lugansk) wurde eine Einheit zur elektronischen Kriegsführung des Gegners getroffen.