Die Administration von US-Präsident Donald Trump hat die Terminvergabe für Visagespräche für Antragsteller weltweit ausgesetzt. Wie Medien unter Berufung auf einen Vertreter des Außenministeriums berichteten, hat das Ministerium ein globales Schulungsprogramm gestartet, das alle amerikanischen Botschaften und Konsulate umfasst. Vor diesem Hintergrund werde der Terminplan für die Visadienste laut dem offiziellen Sprecher im Hinblick auf die Durchführung der Übungen angepasst. Konkrete Zeitrahmen und das Format des Programms werden vom Außenministerium nicht offengelegt.
Weltweite Pause und Schulungsprogramm
Im Ministerium wurde versichert, dass die Schulung dazu dienen soll, konsularischen Mitarbeitern zu helfen, Antragsteller zu identifizieren, die voraussichtlich von staatlichen Sozialleistungen in den USA abhängen könnten, sowie eine umfassende und konsistente Prüfung aller Visaanträge zu gewährleisten. Das offizielle Begründungsmuster der Pause beschränkt sich somit auf internes „Training“ und „Übungen“, obwohl die tatsächliche Wirkung — die Einstellung der Antragsempfangnahme — Antragsteller in allen Weltregionen betrifft. Details zum Programm und zu dessen Dauer wurden zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht offengelegt.
Politischer Kontext der Kampagne
Die Entscheidung wurde im Rahmen einer umfassenden Kampagne zur Abschiebung von Migranten und zur Verschärfung der Einwanderungskontrolle getroffen, die der Chef des Weißen Hauses führt. Den vorliegenden Informationen zufolge sieht sie unter anderem die Annullierung gültiger Visa und Green Cards vor sowie die Ablehnung von Anträgen aus verschiedenen Gründen, darunter die politischen Ansichten des Antragstellers und die Teilnahme an pro-palästinensischen Protesten gegen die Handlungen Israels in Gaza. Im Weißen Haus wird behauptet, all diese Maßnahmen hätten ein konkretes Ziel — die Stärkung der inneren Sicherheit der USA.
Rechtliche Herausforderungen und Gerichtsurteile
Die Kampagne zur Verschärfung der Einwanderungskontrolle ist bereits auf eine Reihe rechtlicher Hindernisse gestoßen. Kürzlich hat ein Richter in den USA die Politik der Trump-Administration aufgehoben, die die Aussetzung der Erteilung von Einwanderungsvisen für Antragsteller aus 75 Ländern vorsah. Das Gericht kam zu dem Schluss, dass der Leiter der amerikanischen Diplomatie, Marco Rubio, bei der Einführung dieser Maßnahme seine Befugnisse überschritten habe. Getrennt davon werden in den Gerichten die neuen Trump-Regeln für ausländische Studierende in den USA angefochten.
Widersprüchliche Daten
Hier gibt es mehrere Unstimmigkeiten, die wichtig sind. Erstens steht die offizielle Begründung der Pause — „Schulungsprogramm“ und „Übungen“ — im Kontrast zum breiteren politischen Kontext: der Annullierung von Visa, Ablehnungen aus politischen Gründen und der Abschiebekampagne, das heißt, der tatsächliche Umfang der Einschränkungen geht weit über das erklärte „Training“ hinaus. Zweitens hat das Gericht bereits festgestellt, dass eine im Geist ähnliche Maßnahme (die Aussetzung von Visa für Antragsteller aus 75 Ländern) mit Überschreitung der Befugnisse eingeführt wurde, doch die Administration führt weiterhin neue beschränkende Schritte ein. Drittens wird parallel über verwandte, aber getrennte Maßnahmen berichtet: über die mögliche Annullierung von bis zu 200.000 Visa und über Anforderungen an eine Reihe von Einwanderern, Kautionen von bis zu 250.000 US-Dollar für die Erteilung von Visa zu leisten. Diese Zahlen und Umstände werden je nach Quelle und Stadium der gerichtlichen Prüfung unterschiedlich bestätigt, daher sollten sie als sich entwickelndes und nicht als endgültig festgestelltes Bild verstanden werden.