Amerikanische Streitkräfte haben erstmals seit der Wiederaufnahme der Blockade iranischer Häfen einen direkten Schlag gegen ein Handelsschiff geführt. Ziel des Angriffs war der Tanker M/T Belma, der auf dem Weg zum wichtigen Ölexport-Hub auf der Insel Kharg war.

Details des Vorfalls

Laut dem US-Zentralbefehlshaber (Centcom) ignorierte der unter der Flagge von Curaçao fahrende Tanker mehrere Warnungen und versuchte, die amerikanische Blockade zu durchbrechen. Als Reaktion darauf feuerten US-Luftwaffeneinheiten Hellfire-Raketen auf den Schornstein des Schiffes und setzten es außer Gefecht.

Dieser Vorfall ist der erste bekannte Fall des Einsatzes von Waffen gegen ein ziviles Schiff im Rahmen der laufenden Operationen. In den ersten 24 Stunden der Blockade haben die US-Streitkräfte zudem zwei weitere Schiffe abgewehrt, die sich nicht zum Durchbruch entschlossen hatten.

Gründe für die Eskalation

In Washington wird dem Iran vorgeworfen, das Waffenstillstandsabkommen verletzt und den Handelsschiffsverkehr angegriffen zu haben. Der Befehlshaber des US-Zentralbefehlshabers, Brad Cooper, erklärte, dass iranische Streitkräfte in der ersten Woche nach Wiederaufnahme der Kampfhandlungen sieben Handelsschiffe angegriffen hätten.

Die Wiederaufnahme der Konfrontation hat zu einer fast vollständigen Einstellung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus geführt. Vor Beginn des Konflikts flossen durch diesen strategischen Knotenpunkt etwa ein Fünftel der weltweiten Öl- und Erdgasströme.

Position der US-Führung

US-Präsident Donald Trump bestätigte, dass die Angriffe auf den Iran in dieser und der nächsten Woche fortgesetzt werden. Als Reaktion darauf griff Teheran amerikanische Militärobjekte und Ziele in benachbarten Ländern des Persischen Golfs an.

Laut dem Wall Street Journal neigt Trump nach einem Treffen mit seinen engsten Beratern im Lagezentrum dazu, die Militäroperationen im Iran weiter auszuweiten.