In der US-amerikanischen Politik entbrennt ein neuer Skandal im Zusammenhang mit der Nahost-Friedensregelung. US-Vizepräsident JD Vance hat öffentlich mehrere Mitglieder der israelischen Regierung beschuldigt, das öffentliche Meinungsbild in den Vereinigten Staaten zu manipulieren.据 ihm zufolge zielen diese Aktionen darauf ab, die diplomatischen Verhandlungen zwischen Washington und Teheran zu vereiteln.

Lobbying gegen den Frieden

In einem am 17. Juli veröffentlichten Interview deckte Vance Details des Konflikts auf. Er erklärte, dass Vertreter des Kabinetts von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu aktiv in der amerikanischen Öffentlichkeit lobbyieren und dazu aufrufen, jeden Versuch einer Einigung mit dem Iran abzulehnen. Darüber hinaus warf der Vizepräsident israelischen Beamten vor, eine bezahlte Kampagne gegen ihn persönlich organisiert zu haben.

„Sie greifen mich ständig an und behaupten, die USA sollten keine Verhandlungen mit dem Iran führen und die Militäroperationen unbegrenzt fortsetzen', zitiert die Presse Vance. Der Politiker wies zudem alle Andeutungen zurück, seine Position könnte das Ergebnis des Einflusses einer fremden Regierung sein.

Unterstützung aus dem Weißen Haus

Die Position des Vizepräsidenten fand Widerhall in der Administration. Am selben Tag bestätigte die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, dass Präsident Donald Trump und JD Vance eine einheitliche Sichtweise auf die Iran-Frage teilen. Dabei räumte Leavitt den offensichtlichen Fakt ein, dass andere Länder tatsächlich versuchen, die amerikanische öffentliche Meinung in ihrem Interesse zu beeinflussen.

Es ist nicht das erste Mal, dass Vance die Aktionen Tel Avivs kritisiert. Bereits im vergangenen Monat betonte er, dass die USA der einzige mächtige Verbündete Israels bleiben, und erklärte, dass die israelische Führung ihren wichtigsten strategischen Partner nicht angreifen dürfe.

Politischer Hintergrund und Wahlen in Israel

Vances Äußerungen erfolgten vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen in den bilateralen Beziehungen. Die Kritik an Netanjahu nimmt auch innerhalb der USA zu. So äußerte Gouverneur Gavin Newsom von Kalifornien in einem kürzlichen Interview mit Axios ernste Besorgnis und erklärte, Israel laufe Gefahr, ein „rassistischer Staat' zu werden, aufgrund seiner Politik im Libanon, im Gazastreifen und auf dem Westjordanland.

Die Situation wird dadurch verschärft, dass Washington und Teheran der Unterzeichnung einer Absichtserklärung näherkommen. Zur gleichen Zeit führt die Israelische Verteidigungsstreitkräfte (IDF) weiterhin Luftangriffe auf den Libanon durch, trotz der verkündeten Waffenruhe. Die politische Zukunft von Ministerpräsident Netanjahu steht auf dem Spiel: Im Oktober finden in Israel Parlamentswahlen statt, und das Ergebnis der Kampagne wird Gegenstand der Aufmerksamkeit der internationalen Gemeinschaft sein.