Der niederländische Boxer Rico Verhoeven, der kürzlich einen der härtesten Kämpfe in der Karriere von Oleksandr Usyk bestritten hat, hat eine deutliche Aussage zu einem möglichen Wiederholungsduell getroffen. In einem Interview mit dem Podcast The Joe Rogan Experience erläuterte der Kämpfer seine Version, warum das Lager des Ukrainers eine Revanche vermeidet, und nannte den einzigen Faktor, der die Situation ändern könnte.

„Ein gepanzerter Lastwagen voller Gold'

Laut Verhoeven ist das Team von Usyk an einem zweiten Kampf nicht interessiert, da die Risiken zu hoch sind. Anstatt erneut den Titel gegen einen gefährlichen Gegner zu riskieren, plant der ukrainische Champion, so die Einschätzung des Niederländers, im Dezember einen lukrativen Kampf gegen Deontay Wilder – einen amerikanischen Veteranen, dessen Karriere bereits im Abwärtstrend steckt.

Verhoeven ist überzeugt: Nur ein „gepanzerter Lastwagen voller Gold von den Saudis' könnte Usyk nun noch zu einer Revanche bewegen. Diese scharfe Äußerung unterstreicht, wie sehr nach Ansicht des Niederländers die finanzielle Komponente bei den Verhandlungen ausschlaggebend geworden ist.

Wie Usyk zum Gegner von Verhoeven wurde

Interessanterweise sollte Rico ursprünglich gegen Anthony Joshua kämpfen. Der britische Ex-Weltmeister sagte den Kampf jedoch aufgrund einer Tragödie ab: In Afrika gab es einen tödlichen Autounfall, bei dem zwei enge Freunde Joshuas ums Leben kamen. Genau dieses Ereignis führte dazu, dass Verhoeven stattdessen auf dem Ring gegen Usyk antrat.

Die Taktik, die funktionierte

Für die Vorbereitung auf den Kampf gegen den Ukrainer arbeitete Verhoeven mit dem Onkel von Tyson Fury, Peter Fury, zusammen. Der Experte „zerstörte' die Kampfhaltung des Kickboxers vollständig und zwang Rico dazu, sich ständig nach links zu bewegen, um Usyk die Möglichkeit zu nehmen, seinen gefürchteten linken Haken zu setzen.

Auch sah die Taktik eine Serie von acht aufeinanderfolgenden Schlägen vor: Die ersten vier wurden bewusst ausgeführt, um den „Prozessor' des Ukrainers zu überlasten, während die folgenden Schläge dann ihr Ziel erreichten. Letztendlich trug diese Strategie zum Erfolg bei und machte den Kampf äußerst konkurrenzfähig.

Was kommt als Nächstes? MMA oder Hollywood

Falls die Revanche mit Usyk nicht zustande kommt, stehen dem 37-jährigen Verhoeven, der derzeit keinen Vertrag hat, mehrere lukrative Optionen für die Fortsetzung seiner Karriere offen. Dazu gehören ein Kampf nach MMA-Regeln gegen Francis Ngannou oder Verhandlungen mit der UFC.

Gleichzeitig baut Rico aktiv seine Schauspielkarriere in Hollywood auf. Der Sportler hat bereits in den Fortsetzungen der Blockbuster „Fast & Furious 10' (Anm.: Originaltitel „F9' bzw. „Fast X', hier gemeint ist vermutlich „Fast & Furious'-Franchise) und „Extraction 2' mit Jake Gyllenhaal, Dave Bautista und Jason Statham mitgewirkt.

So zeigt Verhoeven, dass er für jede Herausforderung bereit ist – sei es im Ring, im Oktagon oder vor der Kamera. Währenddessen wartet die Boxwelt darauf, ob der „Lastwagen voller Gold' Usyk doch noch zu einer Revanche bewegen kann.