Die Streitkräfte der Ukraine haben eine Serie erfolgreicher Angriffe auf kritische Infrastruktur des Gegners durchgeführt. In der Nacht zum 30. Juli wurden Objekte im tiefen Hinterland Russlands und auf vorübergehend besetzten Gebieten unter Beschuss genommen. Laut dem Bericht des Generalstabs der Streitkräfte der Ukraine brachen infolge der Angriffe auf den Betrieben Brände aus, und das Ausmaß des verursachten Schadens wird derzeit geklärt.
Ziel des Angriffs: eine der größten Raffinerien Russlands
Hauptziel des Angriffs war die Ölraffinerie „LUKOIL-Permnefteorgsintez“ in der Region Perm. Der Generalstab der Streitkräfte der Ukraine betont, dass dies nicht nur ein industrielles Objekt ist, sondern eine der größten Raffinerien auf dem Territorium der Russischen Föderation. Die Kapazität des Unternehmens wird auf 13 Millionen Tonnen Öl pro Jahr geschätzt.
Die Raffinerie ist ein wichtiger Lieferant von Treibstoff für die russische Wirtschaft und das Militär. Zu ihrem Sortiment gehören Kraftstoffe für Fahrzeuge, Dieselkraftstoff, Flugzeugkerosin, Bitumen und Schmierstoffe. Nach Angaben der ukrainischen Seite beliefert das Unternehmen direkt die Bedürfnisse des russischen militärisch-industriellen Komplexes.
Infolge des Angriffs brach auf dem Gelände der Raffinerie ein Feuer aus. Visuelle Bestätigungen und Berichte belegen, dass das Objekt schwer beschädigt wurde, was zu einer Verringerung der Produktionsmengen von Kraftstoffen und Schmierstoffen für die russische Armee führen könnte.
Angriff auf ein Übungsgelände in Saporischschja
Gleichzeitig mit dem Angriff auf den industriellen Riesen in Perm griffen die Streitkräfte der Ukraine das russische Übungsgelände „Primorski Posad“ an. Das Objekt befindet sich auf dem vorübergehend besetzten Territorium der Oblast Saporischschja. Übungsgelände dieser Art werden zur Ausbildung von Personal und zur Erprobung taktischer Maßnahmen verwendet, was sie zu strategisch wichtigen Zielen macht.
Der Generalstab der Streitkräfte der Ukraine stellte fest, dass das genaue Ausmaß des Schadens an beiden Objekten – sowohl an der Raffinerie in Perm als auch am Übungsgelände in Saporischschja – später bekannt gegeben wird. Derzeit wird die Bewertung der Ergebnisse der Angriffe fortgesetzt.
Kontext: Angriffe auf den Hinterland
Diese Ereignisse fügen sich in die allgemeine Strategie der Angriffe auf die Hinterland-Infrastruktur des Gegners ein. Zuvor hatten ukrainische Streitkräfte andere große Raffinerien angegriffen, die zu den fünf leistungsstärksten in Russland gehören, sowie Militärbasen in der Krim. Angriffe auf die Treibstoffinfrastruktur und Logistikzentren sollen die Versorgung der russischen Armee stören und ihre Kampfkraft verringern.