In einer bewaldeten Gegend in der Nähe von Berlin wurde ein geheimes Versteck für Waffen und Munition entdeckt, das laut Ermittlern auf Anweisung russischer Nachrichtendienste eingerichtet wurde. Deutsche Sicherheitsbehörden untersuchen den Vorfall und vermuten, dass das Versteck zur Vorbereitung von Attentaten und Sabotageakten diente. Wie die Strafverfolgungsbehörden mitteilen, wurden die Waffen bereits im vergangenen Jahr gefunden, doch die Sache wurde erst nach Abschluss einer Reihe von verschlossenen Ermittlungsschritten öffentlich bekannt.

Geheime Operation und monatelange Überwachung

Die Sicherheitskräfte führten eine verdeckte Operation durch: Polizeispezialisten modifizierten die beschlagnahmten Waffenproben unauffällig und machten sie faktisch unbrauchbar. Dies ermöglichte es, das Versteck „am Leben“ zu erhalten und zu verfolgen, wer und wann danach kommen würde. Über mehrere Monate hinweg wurde das Versteck überwacht, jedoch kam niemand, um die Waffen abzuholen. Laut Ermittlungen gab diese Verzögerung den Ermittlern Zeit, Beweise zu sichern und die Organisatoren zu identifizieren.

Ermittlungen in Karlsruhe und Festnahme in Rumänien

Der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe hat einen Fall wegen Vorbereitung einer schweren Gewalttat, die den Staat bedroht, eingeleitet. Die Strafverfolgungsbehörden geben an, Beweise für eine Verbindung des Verstecks mit russischen Geheimdiensten zu haben. Im Rahmen der Ermittlungen wurde einer der Verdächtigen später auf rumänischem Gebiet festgenommen. Die Ermittlungen prüfen auch eine mögliche Beteiligung dieses Zusammenschlusses an einer umfassenderen Sabotagekampagne gegen Logistikrouten für Lieferungen in die Ukraine.

Sabotageschema gegen europäische Logistik

Laut Ermittlungsmaterialien war ein Schema vorgesehen, bei dem Briefsendungen mit Sprengstoff und Zündern verschickt wurden, die entweder ferngesteuert oder direkt während des Transports gezündet werden konnten. Eine solche Konstruktion stellte eine direkte Bedrohung für Frachtflugzeuge, Landtransport und Logistikzentren in ganz Europa dar. Ähnliche Sabotagevorfälle wurden laut Ermittlern bereits in mehreren Ländern registriert: In Polen wurde eine Gruppe festgenommen, die explosive Sendungen zur Detonation unterwegs vorbereitete; im Flughafen Leipzig fing eine Sendung mit einer selbstgebauten Vorrichtung direkt im Frachtcontainer Feuer; in Rumänien wurden Verdächtige festgenommen, die an der Logistik explosiver Sendungen beteiligt waren. Das erklärte Ziel solcher Angriffe ist es, die Zivilbevölkerung Europas einzuschüchtern und die Stabilität in NATO- und EU-Ländern zu untergraben.

Widersprüchliche Daten

In den öffentlichen Materialien gibt es eine Diskrepanz in der Chronologie: Einige Quellen geben an, dass die Waffen „bereits im vergangenen Jahr“ entdeckt wurden, während die Festnahme in Rumänien und die aktive Phase der Ermittlungen in der Gegenwart beschrieben werden, ohne genaue Daten. Darüber hinaus können die Aussagen über „Beweise“ für eine Verbindung mit russischen Geheimdiensten und „Verdächtigungen“ bei der Vorbereitung von Attentaten in unterschiedlichen Formulierungen unterschiedlich interpretiert werden: Die Ermittlungen verwenden sowohl einen anklagenden als auch einen spekulativen Ton. Bis zur Verkündung gerichtlicher Entscheidungen werden einige Details (einschließlich der Waffenmodifikation und der mehrmonatigen Überwachung) erstmals offengelegt und sind von unabhängigen Sekundärquellen nicht bestätigt.

Kontext: Hybridbedrohungen und das Schicksal des „Russischen Hauses“

Der Fall des Berliner Verstecks fügt sich in den breiteren Kontext der Aktivierung feindlicher Agenten in der Europäischen Union ein. Zuvor hatten die SBU zusammen mit dem FBI von systematischen Versuchen russischer Geheimdienste berichtet, Messenger von Beamten in der Ukraine, Europa und den USA zu „hacken“. Vor dem Hintergrund des Vorfalls mit dem Brand eines Sprengsatzes in Leipzig wurde in Deutschland bereits über eine harte Antwort auf Hybridbedrohungen gesprochen: Die Behörden des Landes erwägen die Schließung des „Russischen Hauses“ in Berlin.