Die Plattform YouTube hat eine umfassende Säuberung von Inhalten auf dem Territorium der Ukraine durchgeführt. Nach den neuesten Daten wurden weitere 25 Kanäle blockiert oder vollständig gelöscht, die direkte Verbindungen zu Personen und Organisationen haben, die unter Sanktionen stehen. Alle diese Ressourcen waren am Informationskrieg gegen die Ukraine beteiligt.
Die Informationen über die Blockaden wurden vom Zentrum zur Bekämpfung von Desinformation (ZPD) bestätigt, das eine entsprechende Mitteilung auf Facebook veröffentlichte. Experten des Zentrums wiesen darauf hin, dass nicht nur große Medienkonzerne, sondern auch persönliche Ressourcen bekannter Propagandisten betroffen waren.
Wer von der Blockade betroffen ist
Die Liste der blockierten Ressourcen umfasst Kanäle russischer Bundesmedien, die auf dem ukrainischen Markt im Propagandamodus arbeiteten. Insbesondere wurde der Zugang zu den Ressourcen von „RIA Nowosti“ und der Publikation „Ukraina.ru“ gesperrt.
Ein erheblicher Teil der Blockaden betraf persönliche Blogs und Seiten von öffentlichen Persönlichkeiten, die die russische Aggression aktiv unterstützen. In die Liste gerieten:
- Tatjana Montjan – bekannte prorussische Propagandistin;
- Alexander Sladkow – Kriegsberichterstatter und Propagandist;
- Jewgeni Murawjow – ehemaliger Volksabgeordneter der Ukraine, derzeit unter Sanktionen;
- Wsewolod Filimonenko und Jurij Kot;
- Anton Cholodow und Dmitri Gulijew.
Neben persönlichen Seiten hat YouTube den Zugang zu Ressourcen der Organisationen „Allrussische Kosaken-Gesellschaft“ und „Verband der Journalisten Russlands“ sowie zum Nachrichtenportal ZvezdaNEWS eingeschränkt. Auch Seiten einer Reihe von Pseudovolunteer-Strukturen, die zur Verbreitung falscher Informationen genutzt wurden, wurden blockiert.
Ursachen und Folgen
Das Zentrum zur Bekämpfung von Desinformation betonte, dass diese Kanäle systematisch Desinformation verbreitet, die bewaffnete Aggression Russlands gegen die Ukraine gerechtfertigt und zur moralischen Unterstützung der Besatzungstruppen genutzt wurden. Das Hauptziel dieser Ressourcen ist die Förderung der Kreml-Agenda.
Dies ist kein Einzelfall. Zuvor hatte YouTube bereits den Zugang in der Ukraine zu Kanälen russischer Künstler eingeschränkt, die unter Sanktionen stehen und den Krieg öffentlich unterstützen. Vor einigen Tagen wurde über die Blockierung prorussischer Ressourcen von Nikolai Baschkow und Ani Lorak bekannt.
Parallel zu den Maßnahmen der Plattform setzen die Strafverfolgungsbehörden der Ukraine Ermittlungen gegen ausländische Propagandisten fort. So hat der SBU dem russischen Sänger Grigori Leps in Abwesenheit einen Verdacht bekannt gegeben. Ihm wird die Finanzierung gewaltsamer Handlungen der Besatzer und die Rechtfertigung der Aggression der RF gegen die Ukraine vorgeworfen.