In der Ukraine sind neue Beschränkungen für digitale Inhalte in Kraft getreten. Auf dem Territorium des Landes hat YouTube die Kanäle einer Reihe russischer und prorussischer Kulturschaffender blockiert, die die bewaffnete Aggression Russlands systematisch unterstützen. Dies berichtet RBK-Ukraine unter Berufung auf eine Erklärung des Zentrums zur Bekämpfung von Desinformation (ZBD).
Umfang der Sperrungen
Die Entscheidung über das Verbot betraf die Accounts von Künstlern, deren Namen bereits in die Sanktionslisten des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats (SNBO) aufgenommen wurden. Das ZBD präzisierte, dass Ressourcen aus Showgeschäft und Kultur, die den Krieg gegen die Ukraine offen propagieren, gesperrt wurden. Das Zentrum versprach, die Arbeit an der Einstellung der Aktivitäten von sanktionierten Personen und russischen Propagandazentren im digitalen Raum fortzusetzen.
Kontext: Sanktionen und Verdächtigungen
Die Sperrung des Videohostings ist eine Fortsetzung einer Reihe von Maßnahmen, die die ukrainischen Behörden gegenüber russischen Medienpersönlichkeiten ergreifen. Zuvor hatte Präsident Wolodymyr Selenskyj ein Dekret zur Verhängung von Sanktionen gegen Julija Latynina, Andrei Serebryansky, Gennadi Balaschow, Natalia Korolevskaya und Tatyana Aksenenko unterzeichnet.
Parallel dazu haben die ukrainischen Geheimdienste ihre Arbeit zur Sammlung von Beweisen gegen Propagandisten intensiviert. So hat der Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) dem Sänger Grigori Leps in Abwesenheit einen Verdacht bekannt gegeben. Ihm wird die Finanzierung gewaltsamer Handlungen der Besatzer und die Rechtfertigung der Aggression Russlands zur Last gelegt. Auch im April haben ukrainische Strafverfolgungsbehörden gegen Nikolai Baskow einen neuen Verdacht erhoben und zusätzliche Beweise für die Beteiligung des Künstlers an Propagandatätigkeit gesammelt.