Bei einer Pressekonferenz präsentierte der Leiter der Agentur für Verteidigungseinkäufe (AOZ DOT) Arsen Schumadilow die wichtigsten Kennzahlen der Arbeit der Agentur im letzten Jahr. Laut ihm stiegen die finanziellen Mittel für den Kauf von Waffen und Militärgütern im Laufe eines Jahres fast dreimal, und die internationale Finanzierung erhöhte sich um das 16-fache. Die Aussage erfolgte vor dem Hintergrund, dass Schumadilow zuvor seinen Rücktritt eingereicht hatte und sein letzter Arbeitstag als Leiter der Agentur auf den 31. August 2026 festgelegt wurde.
Finanzielle Wende: Die Mittel für Rüstung steigen fast dreifach
Laut Schumadilow belief sich die Finanzierung von Waffen und Militärgütern im Jahr 2025 auf 63,33 Mrd. UAH, während der für 2026 bereitgestellte Mittelbestand 1,717 Mrd. UAH erreichte. Dies entspricht einem Anstieg von etwa 2,7-fach. Der Leiter der Agentur betonte, dass genau die Steigerung des Beschaffungsvolumens es ermöglichte, die Lieferungen tödlicher Nomenklaturen zu skalieren und die Kontinuität der Versorgung der Verteidigungskräfte unter Kampfbedingungen zu gewährleisten.
Internationale Finanzierung: 16-facher Anstieg als Indikator für Vertrauen
Schumadilow hob besonders die Dynamik der ausländischen Unterstützung hervor und nannte sie ein Zeichen des Vertrauens der Partner. Nach seiner Einschätzung stieg die internationale Finanzierung im Vergleich zum Beginn des Jahres 2025 um das 16-fache. Zu den Quellen zählte er europäische Mechanismen, die Plattform UNITED24, bilaterale Mechanismen sowie ein Darlehen der Europäischen Union. Dabei wurden die absoluten Summen der ausländischen Finanzierung während der Rede nicht offengelegt – lediglich das Vielfache des Wachstums wurde genannt.
Umfang der Drohnenlieferungen: erstes Halbjahr 2026 gegenüber vollem Jahr 2025
Im ersten Halbjahr 2026 erhielt die Armee laut AOZ 2.470.288 FPV-Drohnen, davon 341.644 normale Drohnen ohne Glasfaser und 121.228 Multikopter-Drohnen. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2025 wurden 2.197.857 FPV- und 98.716 Multikopter-Drohnen geliefert, im Jahr 2024 waren es 341.644 bzw. 38.778. Somit überstieg das Volumen der Drohnenlieferungen in den sechs Monaten des Jahres 2026 bereits den Wert des gesamten Vorjahres.
Dot-Chain Defence: Rekord 98 % und Logistik innerhalb von 24 Stunden
Ergebnis des zweiten Quartals 2026 sicherte AOZ die Kontinuität der Lieferungen tödlicher Nomenklaturen: Der Jahresplan wurde zu 63 % bei FPV-Drohnen, 69 % bei Munition, 96 % bei Technik und 88 % bei UAVs erfüllt. Der höchste Wert von 98 % wurde im Rahmen des Programms Dot-Chain Defence verzeichnet, bei dem das Militär als Auftraggeber für Waffen fungiert. Im Rahmen des Programms wurden mehr als 1,2 Mio. Mittel (inklusive E-Punkte) geliefert, 486 Kampfeinheiten an das System angeschlossen, die durchschnittliche Lieferzeit beträgt etwa neun Tage und die Rekordlieferung erfolgte innerhalb von 24 Stunden. Das Programm deckte auch die Nationalgarde, die GNSU und die Nationalpolizei ab.
Widersprüchliche Daten
Bei der Überprüfung der Zahlen wurden zwei Nuancen festgestellt, die Einschränkungen erfordern. Erstens gehen in den Formulierungen des Leiters der Agentur die Ausdrücke „fast dreimal“ und das präzise „etwa 2,7-mal“ nebeneinander her – dies ist eine zulässige Rundung, aber in Veröffentlichungen sollte auf den berechneten Wert von 2,7 zurückgegriffen werden. Zweitens erscheint die Zahl 341.644 in zwei verschiedenen Kontexten: als Anzahl der „normalen FPV ohne Glasfaser“ im ersten Halbjahr 2026 und als Gesamtzahl der gelieferten FPV im Jahr 2024. Die Übereinstimmung der Werte in so unterschiedlichen Schnitten wirkt verdächtig und könnte auf einen Tippfehler im Ausgangsmaterial hinweisen, daher werden beide Zahlen streng nach dem Primärtext ohne Korrektur wiedergegeben und bedürfen einer zusätzlichen Verifizierung.
Kontext: Rücktritt des Leiters der Agentur und Widerlegung von Gerüchten
Die Rede Schumadilows fiel mit seinem Ausscheiden aus dem Amt zusammen: Er hatte zuvor seinen Rücktritt eingereicht, und sein letzter Arbeitstag wurde auf den 31. August 2026 festgelegt. In diesem Zusammenhang verweist die Agentur auf seine Widerlegung von Gerüchten über einen internen Konflikt mit einem anderen Leiter – Fedorow – und erklärt, dass „kein Konflikt bestand“. Somit stellen die vorgestellten Kennzahlen den Abschlussbericht der amtierenden Führung von AOZ DOT vor dem Wechsel des Leiters dar.