Auf der internationalen Verteidigungsausstellung MSPO 2026 stellte das ukrainische Unternehmen DevDroid den Droid TW 40 vor – ein robotisches Aufklärungs- und Angriffs-Bodensystem (BRS), das mit einem automatischen Granatwerfer im Kaliber 40 mm bewaffnet ist. Die neue Maschine wurde entwickelt, um Kampfaufgaben aus der Ferne zu erfüllen und Einheiten Feuerunterstützung zu leisten, ohne dass Personal in der Beschusszone anwesend sein muss. Dadurch werden die Risiken für die Besatzungen an der Front verringert.
Kampfbaukasten und Feuerkraft
Das zentrale Element des Droid TW 40 ist der 40-mm-automatische Granatwerfer, der es dem System ermöglicht, sowohl aus offenen als auch aus gedeckten Feuerstellungen zu schießen. Die angegebene Reichweite beträgt bis zu 1,5 km, sodass die Operatoren Ziele auf großer Distanz treffen können, während sie außerhalb der wirksamen Schussreichweite des Gegners bleiben. Dieser Ansatz ist charakteristisch für die moderne Doktrin des Einsatzes von Bodentechnik, in der der Roboter die Rolle eines autonomen Feuerpunkts übernimmt.
Zielerfassung und Zielanweisung
Um die Präzision und Geschwindigkeit bei der Erfüllung von Kampfaufgaben zu erhöhen, ist das System mit einem eingebauten Ballistikrechner und einem Koordinatenzielsystem ausgestattet. Zusätzlich ist auf dem Kampfbaukasten ein Thermobildsystem installiert, das die Erfassung und Verfolgung von Zielen in Sichtweite gewährleistet, einschließlich nachts und bei eingeschränkter Sicht. Die Kombination aus ballistischen Berechnungen und dem thermischen Zielführungskanal erhöht die Trefferwahrscheinlichkeit und verkürzt die Reaktionszeit des Operators.
Mobilität und Autonomie
Laut Hersteller beträgt die Höchstgeschwindigkeit des Droid TW 40 bis zu 13 km/h. Die Reichweite erreicht bis zu 70 km auf befestigten Straßen und bis zu 50 km im Gelände. Im Bereitschaftsmodus kann das System bis zu 120 Stunden ohne Bewegung arbeiten, was seinen Einsatz zur langfristigen Halterung von Feuerstellungen und zur Überwachung des Verantwortungsbereichs ermöglicht.
Kommunikation und Steuerung
Die Plattform Droid TW 40 unterstützt bis zu sechs Arten von Kommunikationskanälen, darunter Funkkommunikation, LTE und Satellitenkommunikation, was eine stabile Steuerung unter verschiedenen Bedingungen der elektronischen Lage gewährleistet. Der Operator steuert Plattform und Kampfbaukasten über eine einheitliche Schnittstelle, was die Zusammenarbeit vereinfacht und die Belastung der Besatzung bei der Aufgabenerfüllung reduziert.
Kontext: Zunehmender Einsatz von BRS im Jahr 2026
Die Vorstellung des Droid TW 40 erfolgt vor dem Hintergrund einer deutlichen Ausweitung der Rolle der Bodentechnik in Kampfhandlungen. Wie RBC-Ukraine zuvor berichtete, ist die Anzahl der BRS-Missionen seit Beginn des Jahres 2026 um das 3,3-Fache gestiegen; allein im August führten die Roboter mehr als 25.000 logistische und Evakuierungsaufgaben an der Front aus. Dabei übertrafen die Vertragsvolumen für BRS seit Jahresbeginn die Vorjahreswerte um fast das Doppelte, was auf eine systematische Steigerung der Beschaffungen und die Integration robotischer Systeme in die Struktur der Streitkräfte hinweist.