Am Montag, dem 31. August 2026, aktualisierten die ukrainischen Handelsketten die Preisschilder für sozial bedeutsame Lebensmittel. Laut einer Erhebung von RBC-Ukraine fiel die deutlichste Preisschwankung in der Kategorie Hühnereier auf: Am Wochenende stieg der Preis für ein Dutzend in mehreren großen Ketten je nach Marke und Kategorie um 15–27 %. Die übrigen Grundpositionen – Backwaren, Buchweizenflocken, pasteurisierte Milch und Sonnenblumenöl – blieben auf dem bisherigen Niveau.
Eier: der Haupttreiber der Preiserhöhung
Bei „Auchan“ verteuerte sich die günstigste Position der Kategorie S1 von 3,80 UAH pro Stück (38 UAH pro Dutzend) auf 4,40 UAH pro Stück (44 UAH pro Dutzend), was einem Anstieg von rund 15,8 % entspricht. Bei ATB sprang ein Dutzend Eier der ersten Kategorie der Eigenmarke „Swója linija“ von 48,90 auf 62,40 UAH – ein Anstieg um 27,6 %. Bei „Silpo“ beträgt der Mindestpreis für ein Dutzend der Kategorie S1 unter der Marke „Paschot“ 48,39 UAH, während der Aktionspreis für die Kategorie S2 vor dem Wochenende auf 41,99 UAH fiel. Der Abstand zwischen dem günstigsten und dem teuersten Angebot innerhalb einer einzigen Kette erreicht somit fast 20 %.
Brot, Buchweizen, Milch und Öl: Stabilität im Regal
Im Segment der Backwaren und des Buchweizens wurden in den letzten Tagen keine wesentlichen Veränderungen festgestellt. Die günstigsten Angebote in dieser Kategorie bietet weiterhin „Silpo“. Die Preise für pasteurisierte Milch in kleineren Gebinden blieben in den wichtigsten Ketten unverändert: Bei ATB kostet das Produkt „Dschennjewyj sbor“ mit 2,5 % Fettgehalt und 450 g Volumen 21,30 UAH. Auch die Mindestpreise für raffiniertes Sonnenblumenöl mit 0,5 l Volumen haben sich nicht geändert – bei „Auchan“ kostet die Flasche 49,40 UAH. Die Stabilität dieser Positionen vor dem Hintergrund der steigenden Eierpreise deutet darauf hin, dass die Verteuerung vorerst punktueller Natur ist und überwiegend mit den Herstellungskosten der Geflügelprodukte zusammenhängt.
Widersprüchliche Daten
In offenen Quellen gibt es Abweichungen bei der Einschätzung des Umfangs der Eierverteuerung. Die Agentur UNIAN hatte zuvor über eine Preiserhöhung für Eier um 30 % berichtet und sich dabei auf Angaben der Handelsketten gestützt. Die tatsächlichen Zahlen, die RBC-Ukraine zum Stichtag 31. August feststellte, zeigen jedoch einen Bereich von 15,8 % (Auchan, S1) bis 27,6 % (ATB, „Swója linija“), was die genannten 30 % nicht erreicht. Möglicherweise bezog sich der höhere Prozentsatz auf eine bestimmte Position oder einen früheren Zeitraum. Außerdem hatte RBC-Ukraine bereits am 21. August über einen erneuten „Mangel“ an Buchweizen in den Supermärkten berichtet, während im Monitoring zum 31. August keine wesentlichen Veränderungen in dieser Kategorie verzeichnet werden. Der Unterschied in den Beobachtungsdaten (21. gegenüber 31. August) könnte die Abweichung erklären: Bis zum Monatsende hatte sich die Lage mit dem Buchweizen voraussichtlich stabilisiert.
Kontext und Perspektiven
Die Eierverteuerung Ende August 2026 erfolgt vor dem Hintergrund eines saisonalen Anstiegs der Nachfrage und – laut Einschätzungen von Branchenbeobachtern – gestiegener Kosten für Futtermittel und Logistik. Handelsketten überarbeiten in der Regel die Preise für sozial bedeutsame Positionen im Vorfeld von Feiertagsperioden, was in den kommenden Wochen zu einer weiteren Anpassung der Preisschilder führen könnte. Die Stabilität der Preise für Milch, Öl und Backwaren zeigt jedoch, dass der Inflationsdruck vorerst nicht in einen systematischen Anstieg über den gesamten Grundnahrungsmittelpaket übergegangen ist.