Gemüsesegment: Gurken und Kräuter an der Spitze der Preiserhöhungen

Laut Daten der Handelsplattform EastFruit haben sich in der vergangenen Woche in der Ukraine die Preise für eine Reihe von Gemüsesorten, Obst und Beeren verändert. Am deutlichsten stiegen, wie aus dem Überblick hervorgeht, die Preise für Gurken, scharfe Paprika, grüne Zwiebeln und Petersilie. Gleichzeitig ging das Angebot an Gurken auf der Plattform zurück, während Kartoffeln, rote Zwiebeln und Rote Bete seltener angeboten wurden. Aktiv verkauft wurden zudem Zuckermais, Pak Choi und Blumenkohl. Nach wie vor gefragt waren Tomaten und süße Paprika zur Weiterverarbeitung, während die Nachfrage nach roten Zwiebeln im Gegenteil stieg; auch andere Gemüsesorten des sogenannten „Borschtsch-Sets“ wurden aktiv eingekauft.

Tomaten und Kohl: Angebotszuwachs und Rückgang einzelner Preise

Im Gemüsesegment waren erneut Tomaten mit der höchsten Anzahl an Inseraten führend – ihr Angebot stieg. Die Teilnehmer der Plattform verkauften häufiger süße Paprika, und das Angebot an Weißkohl verdoppelte sich innerhalb einer Woche. Preislich zeigten Pak Choi – auf 48–55 Hrywnja pro Kilogramm – und Blumenkohl – auf 40–50 Hrywnja pro Kilogramm – einen deutlichen Rückgang. Möhren und rote Zwiebeln wurden ebenfalls weiter günstiger. Der Preis für Kartoffeln blieb innerhalb der Woche unverändert und lag bei 11–13 Hrywnja pro Kilogramm.

Obstmarkt: Äpfel führen, Jujube aus Usbekistan erstmals vorhanden

Führend bei der Anzahl der Angebote auf der Plattform war in der vergangenen Woche der Apfel: Die Teilnehmer aus der Ukraine und Usbekistan bauen ihre Verkäufe weiter aus, und erstmals erschienen auch Angebote für Äpfel aus der Türkei. Der Preis für Äpfel blieb auf dem Niveau von 16–40 Hrywnja pro Kilogramm. Außerdem erschienen auf der Plattform erstmals Angebote für Jujube (Wacholderapfel) aus Usbekistan. Die Anzahl der Pflaumenverkäufer stieg um das Eineinhalbfache, Nektarinen wurden häufiger angeboten als in der Vorwoche, während das Angebot an Trauben zurückging. Unverändert blieben die Preise für Orangen, Zitronen, Bananen und Granatäpfel.

Widersprüchliche Daten

Die Preisentwicklung der Gurken wird in verschiedenen Quellen unterschiedlich interpretiert, was einer gesonderten Klärung bedarf. Einerseits stellen der EastFruit-Überblick und eine Reihe von Medien fest, dass Gurken zu den stärksten Preiserhöhungen der Woche zählten, und das Rückgang des Angebots wird unter anderem mit einem Mangel an Lieferungen aus der Türkei in Verbindung gebracht. Andererseits weisen einzelne Veröffentlichungen auf eine entgegengesetzte Dynamik hin – auf einen Preisrückgang der Gurke bei niedriger Nachfrage. Die Angaben der Quellen weichen bei diesem konkreten Gemüse also auseinander: Teil der Daten spricht für einen Anstieg, Teil für einen Rückgang, und der Leser sollte diese Diskrepanz bei der Bewertung des Gesamtbildes berücksichtigen.

Kontext: punktuelle Änderungen in den Filialen und Einschränkungen bei Grundnahrungsmitteln

Auf dem Hintergrund der Großhandelsverschiebungen bleiben die Änderungen im Einzelhandel punktuell. Zuvor wurde berichtet, dass nach dem Wochenende die Preise für sozial bedeutsame Lebensmittel in ukrainischen Supermärkten lokal verändert wurden: Am stärksten stiegen die Preise für Eier und Brot, während der Preis für Hirse und Sonnenblumenöl relativ stabil blieb. In der Kette „Auchan“ wurden Einschränkungen für die Menge an Grundnahrungsmitteln pro Kasse eingeführt – bis zu 6 Stück oder 6 kg, und für Eier bis zu 6 Dutzend; das Unternehmen begründete dies nicht mit einem Mangel, sondern mit der Aufteilung von Einzel- und Großhandelskäufen. Ähnliche Einschränkungen wurden auch in ATB eingeführt.