Ein Arbeitgeber hat kein rechtliches Recht, einen Arbeitnehmer zu zwingen, den Arbeitsvertrag auf eigenen Wunsch zu kündigen. In der modernen Arbeitsmarktrealität kommt es häufig zu Situationen, in denen das Unternehmensmanagement versucht, unliebsames Personal ohne Zahlung der entsprechenden Entschädigungen bei Entlassungen loszuwerden, und dabei auf verschiedene Methoden psychologischen oder administrativen Drucks zurückgreift.

Handlungsalgorithmus bei Druck seitens der Führung

Wenn ein Arbeitnehmer mit Druck seitens der Verwaltung konfrontiert wird, empfehlen Arbeitsrechtsexperten dringend, einen kühlen Kopf zu bewahren und unverzüglich mit der Beweissicherung zu beginnen. Als überzeugende Argumente für künftige Verfahren können Audio- oder Videoaufzeichnungen von Gesprächen, offizielle Memos, Anordnungen des Managements sowie Screenshots der Arbeitskorrespondenz in Messengern und geschäftlichen E-Mails dienen.

Möglichkeit des Rechtsschutzes und Gang zu staatlichen Stellen

Sollte der rechtswidrige Druck Früchte getragen haben und der Bürger unter psychologischem Druck einen Antrag auf Entlassung "auf eigenen Wunsch" unterzeichnet haben, behält er das gesetzliche Recht, seine Interessen zu verteidigen. Die geschädigte Partei kann eine offizielle Beschwerde über das rechtswidrige Handeln des Arbeitgebers beim Staatlichen Arbeitsdienst der Ukraine einreichen, der die Einhaltung der Arbeitsgesetzgebung überwacht.

Darüber hinaus ermöglicht die geltende Gesetzgebung die Einreichung einer Klage bei Gericht mit der Forderung, eine solche Entlassung für ungültig zu erklären. Ein zentrales Argument vor Gericht wird der Nachweis sein, dass die Beendigung des Arbeitsverhältnisses unter äußerem Zwang stattfand und kategorisch nicht dem wahren Willen des Arbeitnehmers entsprach.