In der kommunalen Apothekenkette „Farmazija“ wurde ein vorübergehender Rückgang der Verfügbarkeit bestimmter importierter Arzneimittel und Präparate zur Behandlung chronischer Erkrankungen festgestellt. Vertreter des Unternehmens erklärten, dass die Situation auf eine Störung der Lieferketten von Herstellern und Lieferanten zurückzuführen ist: Die Beschädigung von Lagereinrichtungen, in denen Arzneimittel gelagert wurden, wirkte sich auf die pünktliche Lieferung bestimmter Präparate in das Apothekennetz aus. Laut Angaben des Unternehmens haben die Unterbrechungen zum Stichtag 17. September 2026 einen punktuellen Charakter und betreffen eine begrenzte Liste von Produkten.

Ursache der Unterbrechungen: Beschädigung der Lagerinfrastruktur

Wie „Farmazija“ erläuterte, war der entscheidende Faktor die physische Beschädigung von Lagerkomplexen, in denen die Vorräte an importierten Medikamenten konzentriert waren. Die Zerstörung oder teilweise Vernichtung der Lagerstätten führte dazu, dass ein Teil der Chargen für die weitere Verteilungslogistik nicht mehr verfügbar war. Das Unternehmen betont, dass es sich nicht um ein systematisches Fehlen von Medikamenten handelt, sondern um eine vorübergehende Störung in der Kette „Hersteller – Lager – Apotheke“, die die rechtzeitige Auffüllung des Sortiments in den Filialen erschwert.

Nachfrage nach Präparaten für chronisch Kranke stabilisiert sich allmählich

Das Unternehmen stellt fest, dass der anfängliche Anstieg der Nachfrage nach Medikamenten, der durch die Sorge vor einem weiteren Mangel ausgelöst wurde, bereits nachlässt. Dennoch bleiben Präparate zur Behandlung chronischer Erkrankungen – jene, die Patienten in Kursen einnehmen und deren Einnahme sie nicht unterbrechen können – im Fokus erhöhter Aufmerksamkeit. „Farmazija“ arbeitet weiterhin mit Lieferanten und Partnern zusammen, um eine stabile Logistik wiederherzustellen und das Sortiment jener Positionen aufzufüllen, für die die Nachfrage auf einem erhöhten Niveau bleibt. Die Fachleute des Netzwerks prüfen alle verfügbaren alternativen Versorgungswege, um die Dauer der Wiederherstellung des nötigen Sortiments zu verkürzen.

Aufruf an die Kiewer: Keine übermäßigen Vorräte anlegen

„Farmazija“ wandte sich mit der Bitte an die Einwohner Kiews, ohne echten Bedarf keine übermäßigen Vorräte an Arzneimitteln anzulegen. Das Unternehmen erklärt, dass die panische Anhäufung von Präparaten in privaten Vorräten einen künstlichen Mangel an den Regalen erzeugt und jene Patienten, die die Medikamente gerade jetzt benötigen, den Zugang zu ihnen entzieht. Die Situation, so die Zusicherung der Führung des Netzwerks, wird ständig überwacht: Mit der Wiederaufnahme der Versorgung wird die Verfügbarkeit der Medikamente in den Apotheken allmählich steigen.

Kontext: September-Serie von Angriffen auf die pharmazeutische Infrastruktur

Die aktuellen Unterbrechungen bei „Farmazija“ sind eine direkte Folge der Serie von Angriffen auf die pharmazeutische Infrastruktur, die Anfang September durchgeführt wurden. Laut vorliegenden Angaben wurde am 3. September infolge eines russischen Angriffs ein Konvoi mit Arzneimitteln des Unternehmens „Apteka dobrogos dnia“ zerstört, wobei Hunderte Tonnen Medikamente verloren gingen, die Patienten in verschiedenen Regionen der Ukraine zugestellt werden sollten. In derselben Zeit wurden auch andere große Logistikkomplexe beschädigt: Die Lager des Pharmakonzerns Teva und des Unternehmens „Bekon“ wurden getroffen. Die Gesamtwirkung dieser Vorfälle auf das Lager- und Verteilnetz der Branche führte zu den derzeit beobachteten vorübergehenden Engpässen in den Einzelhandelsapothekenketten, einschließlich „Farmazija“.