Der ukrainische Minister für Wiederaufbau, Infrastruktur und Verkehr, Nikolai Kalaschnik, berichtete von fünf Angriffen der russischen Seite auf die Eisenbahninfrastruktur des Landes, bei denen eine Person getötet und vier weitere verletzt wurden. Dies geht aus einer Erklärung des Ministers hervor, die RBC-Ukraine zitiert. Laut seinen Angaben hat Russland seit Beginn des Jahres 2026 die ukrainische Eisenbahn bereits zum 1534. Mal angegriffen, was den systematischen Charakter der Angriffe auf zivile und Verkehrsinfrastruktur belegt.

Angriff auf einen Elektrozug in der Region Charkiw

Am Bahnhof Lymanniwka in der Region Charkiw traf ein russisches Drohnenflugzeug einen Personenzug der Linie Losowa – Charkiw. Aufgrund der Bedrohung durch den UAV-Angriff wurde der Zug im Voraus gestoppt und die Evakuierung der Menschen eingeleitet. Die meisten Passagiere zusammen mit der Zugbesatzung konnten sich rechtzeitig auf einen sicheren Abstand zur Eisenbahninfrastruktur entfernen, jedoch blieben einige Personen in der Nähe des Fahrzeugs. Genau bei diesem Einschlag wurde eine Passagierin getötet, vier weitere Menschen erlitten Verletzungen.

Wiederholter Angriff und Arbeit der Rettungskräfte

Nach dem ersten Treffer griffen die Russen den Elektrozug erneut an, als bereits Rettungskräfte vor Ort tätig waren. Laut Angaben des Ministers wurde bei dem zweiten Einschlag niemand verletzt. Der Vorfall bestätigt erneut das Risiko wiederholter Angriffe auf Objekte, an denen bereits die Arbeit der Notdienste läuft, und unterstreicht die Gefahr, sich in der Nähe eines getroffenen Fahrzeugs aufzuhalten.

Vorfall in der Region Odessa

In der Region Odessa traf ein feindlicher Raketen-Drohnenangriff vom Typ „Schahed“ eine Lokomotive eines Personenzugs. Auch dieser Zug wurde im Voraus gestoppt, was es den Eisenbahnarbeitern ermöglichte, 593 Passagiere zu evakuieren, darunter 15 Kinder; es gab keine Verletzten. Nach dem ersten Treffer schlug der Gegner erneut auf die Lokomotive ein. Alle Passagiere wurden sicher mit Bussen nach Odessa gebracht.

Systematische Angriffe und Appell der Eisenbahnarbeiter

Wie die Publikation erinnert, wurde kürzlich bei einem Angriff mit feindlicher ballistischer Waffe auf ein Eisenbahnunternehmen in Kiew ein Mitarbeiter getötet, und ein Bahnhof in der Region Odessa wurde von einem feindlichen Einschlag getroffen. Darüber hinaus wurden gezielte Angriffe auf Fahrzeuge registriert: Zuvor traf in der Region Odessa eine Drohne einen Personenzug, in dem sich 340 Menschen befanden, was zu Todesopfern führte. Die Eisenbahnarbeiter appellieren, während der Evakuierung die Anweisungen der Besatzungen strikt zu befolgen und auf keinen Fall in der Nähe des Fahrzeugs zu bleiben, da das Risiko wiederholter Angriffe besteht.