Pläne zur Einführung härtester wirtschaftlicher Beschränkungen gegen Russland, initiiert vom verstorbenen Senator Lindsey Graham, könnten nicht wie geplant umgesetzt werden. Wie RBC-Ukraine unter Berufung auf The New York Times berichtet, wird die Umsetzung des Gesetzentwurfs durch einen scharfen politischen Konflikt innerhalb des amerikanischen Establishments gebremst.
Im Zentrum des Streits steht der Text des Dokuments, das dem US-Präsidenten Donald Trump beispiellose Befugnisse im Handelsbereich verleiht. Der Gesetentwurf ermöglicht es dem Staatsoberhaupt, Zölle in Höhe von 100 % gegen Länder einzuführen, die erhebliche Mengen an russischem Öl und anderen Energieträgern kaufen. Dabei verpflichtet das Dokument Trump nicht zum Handeln, gibt ihm jedoch das Recht, diese Zölle nach eigenem Ermessen aufzuheben.
Konflikt zwischen Demokraten und Republikanern
Die Demokraten haben sich bereits lange über die Gewährung einer solchen weitreichenden Handlungsfreiheit für den Präsidenten empört gezeigt. Sie befürchten, dass dies das Gewaltenteilungsprinzip verletzt und der Exekutive ermöglicht, Entscheidungen des Kongresses zu ignorieren. Die Republikaner hingegen bestanden darauf, dass genau diese Flexibilität notwendig sei, um den Druck auf Moskau zu erhöhen.
Vertreter der Republikanischen Partei hatten gewarnt, dass Trump jedes Gesetz, das darauf abzielt, seine Handlungsfreiheit einzuschränken, mit einem Veto belegt. Die Situation hat sich jedoch vor dem Hintergrund der aktuellen Handelspolitik des Weißen Hauses verändert.
Harte Haltung der Demokraten
Da die Trump-Administration weiterhin eine aktive Politik der Einführung von Tarifen verfolgt, haben führende Demokraten eine harte Position gegen die Ausweitung seiner Befugnisse eingenommen. Ihrer Meinung nach tritt Trump bereits die Rechte des Kongresses mit Füßen, indem er Macht beansprucht, die ihm nicht zusteht. Infolgedessen ist in den USA statt einer Konsolidierung der Bemühungen gegen Russland ein Streit über die Grenzen der Präsidentengewalt entbrannt, was die Umsetzung der „Hölle-Sanktionen“ gefährdet.