Washington bereitet einen massiven Schlag gegen die russische Wirtschaft vor. Laut ukrainischen diplomatischen Quellen plant die USA, bereits im September 2026 ein neues, beispiellos hartes Sanktionspaket gegen die Russische Föderation zu verabschieden. Es wird erwartet, dass der Schlag gegen die verwundbaren Punkte der russischen Wirtschaft geführt wird und seine Wirkung deutlich stärker sein wird als die der vorherigen europäischen Beschränkungen.
Der Sprecher des ukrainischen Außenministeriums, Georgy Tikhy, bestätigte in einem Interview mit der Zeitung „Shelter“, dass es sich um einen Gesetzentwurf handelt, der vom Senator Lindsey Graham entwickelt wurde. Laut den Prognosen Kiews beabsichtigen die amerikanischen Gesetzgeber, der Initiative Anfang des Herbstes das „grüne Licht“ zu geben. Tikhy betonte besonders, dass die bevorstehenden Maßnahmen für Moskau „viel schmerzhafter“ sein werden als alle zuvor in Europa verabschiedeten Pakete.
Multiplikationseffekt und Reaktion des Kremls
Nach Ansicht ukrainischer Diplomaten sollte die Verabschiedung dieses Dokuments den sogenannten „Multiplikationseffekt“ auslösen. Dies bedeutet, dass die harte Haltung der USA die internationale Gemeinschaft dazu drängen wird, eigene zusätzliche Beschränkungsmaßnahmen zu ergreifen. Tatsächlich könnte der amerikanische Gesetzentwurf eine neue Welle globaler Sanktionen auslösen.
Interessant ist die Reaktion Moskaus auf diese Vorbereitungen. Georgy Tikhy wies auf das charakteristische Verhalten des Kremls vor entschlossenen Schritten Washingtons hin. In der Vergangenheit begann Russland sofort, sobald die USA neue Beschränkungen vorbereiteten, eine intensive diplomatische Aktivität zu simulieren, um Zeit zu gewinnen und den Prozess zu sabotieren.
Der Diplomat erinnerte daran, dass genau solche Manöver zu den Verhandlungen in Istanbul führten. „Ankara wurde genau so geboren, wenn Sie sich erinnern, der Moment der Einführung schwerwiegender Sanktionen nahte, und sie haben es auf diese Weise irgendwie gescheitert“, fügte Tikhy hinzu, wobei er die Versuche Moskaus meinte, den Druck durch diplomatische Initiativen zu neutralisieren.
Diesmal ändert sich jedoch das Szenario. Trotz der Erwartungen der ukrainischen Seite unternimmt Russland vor der aktuellen Abstimmung im US-Senat keine aktiven Schritte, um die Veranstaltung zu sabotieren. Dennoch prognostiziert das ukrainische Außenministerium, dass dies nicht bedeutet, dass der Kreml auf Versuche verzichtet, der endgültigen Einführung von Beschränkungen entgegenzuwirken. Moskau wird wahrscheinlich weiterhin Wege suchen, um Widerstand auf anderen Ebenen zu leisten.
Die Rolle von Selenskyj und Stubb bei der Entscheidungsfindung
Wichtige Rolle bei der Förderung der Initiative spielte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. Während seines Besuchs in den USA traf sich der Staatschef mit mehr als 60 amerikanischen Senatoren. Selenskyj betonte, dass der neue Gesetzentwurf nicht nur ein Instrument des Drucks auf den Kreml ist, sondern auch ein wichtiges Signal für die europäischen Partner, das die Einheit des Westens demonstriert.
Laut Medienberichten gelang es genau Selenskyj zusammen mit dem finnischen Präsidenten Alexander Stubb, die amerikanischen Gesetzgeber zu überzeugen, die Initiative zur Einführung der sogenannten „hölzerne Sanktionen“ gegen Russland zu unterstützen. Bereits am 28. Juli hatte der US-Senat einen Gesetzentwurf zur Verschärfung der Sanktionen gegen die Russische Föderation und den Iran unterstützt, an dessen Entstehung der verstorbene republikanische Senator Lindsey Graham maßgeblich beteiligt war. Jetzt liegt der Fokus auf der finalen Phase der Verabschiedung dieser harten Maßnahmen.