Auf der Website der Stadtverwaltung von Kiew (KCSA) ist eine Petition aufgetaucht, die vorschlaegt, das Fahrgeldzahlungssystem im staeldischen Verkehr der Hauptstadt zu ueberarbeiten. Die Initiative, ueber die RBC-Ukraine berichtet, sieht die Einfuehrung eines 60- bis 90-minuetigen Umsteigetickets zum Preis von 45 Hrywna sowie die Festlegung neuer Preise fuer Monats- und Jahreskarten vor. Eine Einzelfahrt soll dabei nach der Vorstellung des Verfassers des Appells auf dem Niveau von 30 Hrywna bleiben. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Materials am 30. Oktober 2026 befindet sich der Vorschlag in der Phase der oeffentlichen Diskussion und wurde noch nicht als Rechtsakt angenommen.
Was in der vorgeschlagenen Tarifstruktur enthalten ist
Dem Text der Petition zufolge bleibt der Basispreis einer Einzelfahrt bei 30 Hrywna, jedoch wird vorgeschlagen, ein separates Umsteigeticket hinzuzufuegen. Dessen Preis betraegt 45 Hrywna und es ist 60 bis 90 Minuten lang gueltig, was den Fahrgaesten ermoeglichen soll, zwischen verschiedenen Arten des staeldischen Verkehrs umzusteigen, ohne die volle Fahrt erneut zu bezahlen. Somit erhaelt das System ein zusaetzliches Instrument fuer diejenigen, deren Route mehrere Abschnitte mit verschiedenen Verkehrsmitteln umfasst.
Warum ein Umsteigeticket noetig ist: Ein Blick auf abgelegene Bezirke
Der Urheber der Initiative begruendet die Notwendigkeit der Neuerung vor allem mit den Interessen der Bewohner der abgelegenen Bezirke Kiews – insbesondere Wynohradar und Trojeschtschyna. Fuer diese Gebiete ist charakteristisch, dass man zur U-Bahn-Station mit Oberflaechenverkehr gelangen muss, was bedeutet, dass die Route faktisch aus zwei kostenpflichtigen Teilen besteht. Nach der Vorstellung des Petitionsautors ermoeglicht das Umsteigeticket, nicht fuer jeden einzelnen Streckenabschnitt den vollen Preis zu zahlen, wodurch die Endkosten der Fahrt fuer Fahrgaeste gesenkt werden, die gezwungen sind, Verkehrsmittel zu kombinieren.
Monats- und Jahreskarten: Neue Preise
Ein separater Punkt der Initiative ist die Ueberarbeitung der Abonnementpreise. Die Monatskarte soll auf 1.200 Hrywna und die Jahreskarte auf 12.000 Hrywna festgesetzt werden. Der Verfasser des Appells argumentiert damit, dass attraktivere Bedingungen fuer langfristige Abonnements die Fahrgaeste dazu anregen werden, Tickets im Voraus zu kaufen. Dies wiederum soll den stadtnahen Verkehrsbetrieben einen stabileren Zufluss von Mitteln sichern, die seiner Aussage nach in die Unterstuetzung und Entwicklung des Verkehrsnetzes der Hauptstadt fliessen werden.
Beguenstigte Befoerderung und Ziele der Initiative
Die befoerderung von Beguenstigten im vorgeschlagenen Modell soll unveraendert bleiben: Die Kosten fuer die Befoerderung beguenstigter Fahrgastkategorien muessen weiterhin aus dem staedtischen Haushalt gedeckt werden. Insgesamt ist der Petitionsautor der Ansicht, dass das aktualisierte Tarifsytem dazu beitragen wird, mehr Fahrgaeste an den oeffentlichen Nahverkehr zu binden und damit die Zahl der privaten Autos auf Kiews Strassen zu verringern. Es ist anzumerken, dass die Initiative vor dem Hintergrund anderer infrastruktureller Prozesse in der Stadt diskutiert wird: In Kiew hat bereits der Bau zusaetzlicher Ueberquerungen ueber den Dnipro begonnen, deren erste nach vorliegenden Angaben Anfang 2027 den Betrieb aufnehmen sollen, und die Suedbruecke wurde am 27. Oktober durch einen russischen Angriffe beschaedigt, woraufhin eine Bewertung des technischen Zustands der Strukturen eingeleitet wurde.