In den Bergregionen Nepals, die an Tibet grenzen, läuft nach heftigen Monsunregnen, die Erdrutsche, Schlammlawinen und die Zerstörung von Straßen- und Telekommunikationsinfrastruktur verursachten, eine großangelegte Such- und Rettungsaktion. Laut offiziellen Angaben des ukrainischen Außenministeriums ist die Zahl der ukrainischen Staatsbürger, zu denen im Zuge der Naturkatastrophe der Kontakt abgebrochen ist, auf 56 Personen gestiegen. Ukrainische Konsulen halten direkten Kontakt zu den lokalen Behörden, die die Evakuierung und die Suche nach den Vermissten koordinieren.
Ursache der Katastrophe und Ausmaß des Unglücks
Die Katastrophe wurde durch anhaltende Monsunniederschläge ausgelöst, die in schwer zugänglichen Bergtälern zu Erdrutschen und Schlammlawinen führten. Straßenabschnitte und Leitungen wurden zerstört, darunter auch auf beliebten Trekkingrouten in der Grenzzone zwischen Nepal und Tibet. Gerade der Abbruch von Telefon- und Satellitenleitungen ist der Hauptgrund dafür, dass ein Teil der Touristen und lokalen Guides nicht erreichbar ist: In der Katastrophengegion fehlt eine stabile mobile und satellitengestützte Abdeckung.
Was über den Status der 56 Ukrainer bekannt ist
Das diplomatische Vertretung betont, dass der Status „vermisst“ in diesem Kontext vor allem den Kontaktabbruch aufgrund der zerstörten Infrastruktur bedeutet und keine bestätigten Todesfälle. Nach überprüften Informationen gibt es derzeit unter den ukrainischen Staatsbürgern keine Verletzten oder Todesopfer der Naturkatastrophe. Die Dynamik der Zahlen erklärt sich durch die Aktualisierung der konsularischen Listen: Zur ursprünglichen Gruppe der Landsleute, die nicht erreichbar waren, kamen weitere Personen aus einer ausländischen Touristengruppe hinzu, darunter eine Bürgerin, die sich in einer Hochgebirgsregion aufhielt.
Konsularische Arbeit und Koordination der Rettung
Die Botschaft der Ukraine in Indien, die für den konsularischen Bezirk zuständig ist, zu dem Nepal gehört, steht in ständigem Kontakt mit der Polizei, den Rettungsdiensten und lokalen Tourismusveranstaltern. Die ukrainische Seite koordiniert die Such- und Evakuierungsmaßnahmen für ihre Staatsbürger gemeinsam mit anderen Ländern, deren Bürger ebenfalls von der Flut betroffen waren. Die nepalesische Armee und die Polizei führen weiterhin Such- und Rettungsarbeiten durch, einschließlich des Einsatzes von Hubschraubern für den Zugang zu isolierten Tälern.
Was Angehörige tun sollten
Angehörigen ukrainischer Touristen, die keinen Kontakt zu ihren Angehörigen aufnehmen können, wird empfohlen, sich an die konsularische Dienststelle des ukrainischen Außenministeriums und an die Hotline des Ministeriums zu wenden, um eine Suchanmeldung zu stellen. Die Diplomaten bearbeiten die Anfragen, vergleichen die Daten mit den lokalen Behörden und Tourismusveranstaltern und informieren die Familien über den Stand der Suche. Das ukrainische Außenministerium ruft die in Nepal befindlichen Bürger auf, Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten, Erdrutschzonen zu meiden und ihre Kommunikationsgeräte geladen zu halten.