Familien, die bereits 2014 den Status von Binnenvertriebenen (BIP) erhielten, aber nach Beginn der vollen Invasion ihre Häuser nicht erneut verlassen haben, könnten mit unerwarteten Schwierigkeiten konfrontiert werden. Gemäß den neuen Regeln kann diesen Familien die Gewährung von Kinderhilfe verweigert werden, selbst wenn sie solche Zahlungen zuvor erhalten haben oder aus anderen Gründen Anspruch darauf haben.
Dies meldet RBK-Ukraine unter Berufung auf die Kabinettsverordnung Nr. 390 vom 18. März 2026. Das Dokument bringt wesentliche Änderungen in die Ordnung der Gewährung von Wohnbeihilfen für BIP ein und präzisiert die Bedingungen für die Wiederaufnahme der Zahlungen an Kinder.
Bedingungen für die Wiederaufnahme der Zahlungen
Die Verordnung sieht die Möglichkeit vor, Zahlungen an Kinder wieder aufzunehmen, die zuvor Hilfe erhalten haben oder den Anspruch darauf verloren haben. Dafür müssen jedoch mehrere strenge Bedingungen gleichzeitig erfüllt sein.
Ein entscheidender Faktor ist das Einkommenskriterium: Das maximale Familieneinkommen darf 4 Existenzminima für nicht erwerbsfähige Personen pro Person nicht überschreiten. Im Jahr 2026 liegt diese Schwelle bei 10.380 Griwna.
Altersbeschränkungen und Kriterien
Die Regeln unterscheiden je nach Alter des Kindes:
- Für Kinder bis 6 Jahre (bis 7–8 Jahre – bei besonderen Bildungsbedürfnissen) wird die Hilfe unabhängig vom Status des Wohnortes oder der Schulform gewährt.
- Für Kinder von 6 bis 18 Jahren wird die Hilfe nur gewährt, wenn zusätzliche Bedingungen erfüllt sind, die mit der Umsiedlungsgeschichte der gesamten Familie zusammenhängen.
Umsiedlungsgeschichte der Familie – der Schlüsselfaktor
Die Kriterien für die Wiederaufnahme der Zahlungen berücksichtigen nicht nur den Status des einzelnen Kindes, sondern auch die Umsiedlungsgeschichte der gesamten Familie. Wenn die Familie keine erneute Umsiedlung von Gebieten durchgeführt hat, die in die entsprechende Liste aufgenommen wurden, erhält ein Kind, das sogar nach 2022 geboren wurde, keinen Anspruch auf Zahlung. Dies liegt daran, dass die Grundvoraussetzung für die gesamte Familie nicht erfüllt ist.
Wenn auch nur eine der vorgesehenen Bedingungen nicht erfüllt ist, kann die Pensionskasse die Gewährung der Hilfe ablehnen. Dies könnte eine beträchtliche Anzahl von Familien betreffen, die sich nach 2022 nicht erneut umgesiedelt haben.
Bedeutung der Aktualisierung der Daten
Bestimmte Kategorien von Umsiedlern sollten nicht nur die Umsiedlungsbedingungen, sondern auch die Aktualität ihrer Daten genau im Auge behalten. Im Juli könnten Zahlungen für einige Umsiedler ausgesetzt werden, wenn sie ihre Informationen im System nicht rechtzeitig aktualisieren.
Neue Initiativen für BIP
Neben den Änderungen in der Zahlungsordnung ist in der Ukraine offiziell ein Pilotprojekt für Sozialwohnungen für BIP gestartet. Im Rahmen dieses Projekts werden lokale Gemeinden freie Häuser kaufen und an Umsiedler übergeben, was dazu beitragen soll, das Wohnungsproblem für viele Familien zu lösen.
Darüber hinaus hat die Werchowna Rada den Gesetzentwurf Nr. 12301 verabschiedet, der die Gesetzgebung über BIP umfassend aktualisiert. Insbesondere ermöglicht das Dokument Umsiedlern, ihre Rechte unabhängig von der Registrierung wahrzunehmen, was den Zugang zu sozialen Dienstleistungen erleichtert.