Am 26. Juli wird die Besatzung des Raumschiffs „Sojus MS-28“ auf der Erde landen. Zur Mannschaft, die ihre Mission abschließt, gehören die russischen Kosmonauten Sergei Kuds-Swerchtschow und Sergei Mikaew sowie der NASA-Astronaut Christopher Williams. Roskosmos betonte, dass der aktuelle Vorbereitungsabschnitt weniger auf den Landevorgang selbst, sondern vielmehr auf die Anpassung des Körpers an die gewohnten irdischen Bedingungen, insbesondere an die Wirkung der Schwerkraft, ausgerichtet ist.

Kampf gegen die Schwerelosigkeit

Die größte Herausforderung für den Menschen nach einem längeren Aufenthalt im Weltraum ist die Funktion des Herz-Kreislauf-Systems. Unter Mikrogravitationsbedingungen verteilt sich das Blut anders, und der Körper „vergisst“, wie er es im aufrechten Stand in den Beinen halten soll. Um Schwindel und Ohnmacht unmittelbar nach der Landung zu vermeiden, absolviert die Besatzung spezielle Trainingsprogramme.

Die Technologie „Tschibis-M“

In der letzten Phase des Fluges nutzen die Kosmonauten den prophylaktischen Vakuumanzug „Tschibis-M“. Das Funktionsprinzip basiert auf der Erzeugung eines negativen Relativdrucks auf die untere Körperhälfte. Dies simuliert künstlich den Blutabfluss, der durch die Erdanziehungskraft verursacht wird.

Das regelmäßige Tragen des Anzugs „trainiert“ den Körper, den Blutdruck in aufrechter Haltung neu zu verteilen. Laut Angaben der Staatskonzerne ist diese Maßnahme für eine sichere Anpassung der Besatzung an das Leben auf der Erde nach Ende des Flugs von entscheidender Bedeutung.