Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat in seiner Abendansprache eine harte Position zur Wiederherstellung der russischen Kraftstoffinfrastruktur bezogen. Der Staatsoberhaupt erklärte, dass alle Prozesse, die zur Wiederaufnahme des Betriebs von Ölraffinerien (NПЗ) in Russland beitragen könnten, vollständig gestoppt werden müssen.
Globales Treffen mit Botschaftern
Zur Umsetzung dieses Ziels kündigte Selenskyj ein globales Treffen mit ukrainischen Diplomaten an. Die Versammlung wird in Kürze stattfinden, und es werden konkrete Schritte zur Druckausübung auf das Aggressorland diskutiert. Der Präsident betonte, dass er vom diplomatischen Korps keine bloßen Erklärungen, sondern echte Ergebnisse in jedem Bereich erwartet.
„Wir werden dies mit den ukrainischen Botschaftern besprechen“, so Selenskyj, wobei er die Notwendigkeit einer Koordinierung der Bemühungen auf internationaler Ebene hervorhob.
Die Situation mit der Kraftstoffkrise in Russland
Die Entscheidung, den Druck auf die Kraftstoffinfrastruktur fortzusetzen, wird vor dem Hintergrund einer schwierigen Lage in Russland getroffen. Zuvor erfolgreiche Angriffe ukrainischer Streitkräfte führten dazu, dass die Ölverarbeitung in Russland auf den niedrigsten Stand seit 21 Jahren einbrach. Die Verarbeitungsmengen sanken auf weniger als vier Millionen Barrel pro Tag – der schlechteste Wert seit 2005.
Trotz dieses schweren Schlags beginnt die Kraftstoffkrise in Russland jedoch allmählich nachzulassen. Der durch die Angriffe entstandene Mangel an Treibstoff nimmt langsam ab, obwohl die Folgen der Angriffe auf die Infrastruktur noch nicht vollständig überwunden sind. Genau in diesem Moment, in dem Russland versucht, die Verarbeitung wiederherzustellen, ruft Kiew zu verstärkten Gegenmaßnahmen auf.