Die Saison der hauseigenen Vorräte ist in vollem Gange, und genau jetzt lohnt es sich, eine unkonventionelle Methode zum Einmachen von Tomaten auszuprobieren. In einem beliebten Rezept, das Styler unter Verweis auf ein Video der Foodbloggerin Ptashka Nadia aus Instagram zitiert, werden reife Tomaten mit saisonalen Pflaumen kombiniert. Diese Mischung aus Gemüse und Obst verleiht dem Vorrat eine besondere säuerlich-süße Note und macht ihn zu einer interessanten Alternative zu den üblichen Wintergläsern. Für das Rezept nimmt man reife, aber nicht zu weiche Tomaten und Pflaumen, die gründlich gewaschen werden, während die Gläser vorab zum Befüllen vorbereitet werden.

Auffüllen der Gläser und Zusammensetzung der Marinade

Auf den Boden jedes Ein-Liter-Glases legt man eine große Knoblauchzehe, einen Zweig Basilikum, etwas Petersilie, zwei Körner Piment und etwa sechs Körner einer Pfeffermischung. Dann werden Tomaten und Pflaumen abwechselnd in die Gläser geschichtet, ohne sie fest zu drücken – für die Marinade muss genügend Platz bleiben. Die Marinade selbst wird separat zubereitet: In zwei Litern Wasser werden Salz und Zucker aufgelöst, Essig hinzugegeben und die Mischung zum Kochen gebracht. In jedes Glas wird ein Lorbeerblatt gelegt und die Früchte mit der heißen Marinade übergossen.

Sterilisation und Lagerung

Der Boden eines großen Topfes wird mit einem Tuch ausgelegt, die Gläser darin aufgestellt und Wasser etwa bis zu den Schultern eingefüllt, woraufhin die Vorräte ab dem Zeitpunkt, an dem das Wasser zu erwärmen beginnt, 10 Minuten sterilisiert werden. Die fertigen Gläser werden vorsichtig herausgenommen, mit Deckeln verschlossen, auf den Kopf gestellt, mit einem Tuch oder einer Decke abgedeckt und zum vollständigen Abkühlen stehen gelassen. Danach werden die Gläser an einen kühlen Ort zur Lagerung gebracht. Nach Belassen kann das Rezept mit mehr Knoblauch oder Zwiebeln ergänzt werden, doch schon die Grundvariante ergibt eine aromatische, duftende Marinade.

Darf man Pflaumen mit Steinen einmachen?

Für ein solches Einmachen dürfen Pflaumen ganz, ohne die Steine zu entfernen, in die Gläser gelegt werden. Darauf verweist das amerikanische National Center for Home Food Preservation (NCHFP): In Rezepten zum Einmachen von Pflaumen ist die Verwendung ganzer Früchte zulässig, und die Steine werden nur dann entfernt, wenn die Pflaumen halbiert werden. Dabei betont die Oregon State University Extension eine wichtige Regel: Die Steine dürfen nicht aufgespalten oder beschädigt werden, da sie Verbindungen enthalten, die mit Cyanid in Verbindung stehen, und das Risiko entsteht gerade bei Beschädigung oder Zerkleinerung des Steins. Ganze, unversehrte Früchte stellen ein solches Problem nicht dar. Das NCHFP rät außerdem, ganze Pflaumen vor dem Einmachen mit einer Gabel auf beiden Seiten anzustechen – das hilft, dass die Haut während der Verarbeitung nicht reißt. Deshalb werden die Früchte vor der Vorratshaltung unbedingt aussortiert, gut gewaschen und Pflaumen mit aufgespaltenen Steinen aussortiert.

Fazit für Einmachfreunde

Die Kombination aus Gemüse und Obst macht diesen Vorrat zu einem ungewöhnlichen: Die Tomaten erhalten eine angenehme säuerlich-süße Note, und die Gewürze sättigen die Marinade mit Aroma. Die Einhaltung bewährter Verarbeitungstechniken – von der Vorbereitung der Gläser bis zur Sterilisation und dem richtigen Umgang mit den Steinen – ermöglicht es, eine sichere und schmackhafte Einmachware zu erhalten, die eine leuchtende Ergänzung des Winteressens wird.