Aufgrund der rasanten Transformation von Technologien und Märkten muss die moderne Wirtschaft bereits heute klar definieren, welche Fachkräfte und Kompetenzen in zwei bis drei Jahren gefragt sein werden. Die Erstellung einer Roadmap für zukünftige Fähigkeiten und die Entwicklung der richtigen Mitarbeiter werden zu Kernaufgaben für die Unternehmensführung, wie eine Analyse von Kateryna Hlushenia, HR-Direktorin bei der Agenturgruppe Havas Village Ukraine, zeigt.

Strategische Planung und Fachkräftemangel

Traditionelle Geschäftsstrategien beschreiben detailliert die finanzielle Zukunft eines Unternehmens, neue Märkte und Produkte, doch eine Kompetenzlandkarte entsteht dabei selten. Laut Angaben der European Business Association melden 74% der Unternehmen einen Mangel an qualifiziertem Personal, obwohl weiterhin aktiv rekrutiert wird. Investitionen in die Mitarbeiterschulung werden zu einem festen Bestandteil der Unternehmensstrategie statt zu einer reaktiven HR-Maßnahme.

Rollentransformation und neue Anforderungen

Der Future of Jobs Report 2025 des Weltwirtschaftsforums weist darauf hin, dass sich bis 2030 rund 39% der Schlüsselkompetenzen von Arbeitnehmern verändern oder an Relevanz verlieren werden. Der Fachkräftemangel zeigt sich nicht nur in Form unbesetzter Stellen, sondern auch in veränderten Anforderungen an bestehende Rollen: Marketer müssen mit KI und Daten umgehen, Führungskräfte hybride Teams steuern und Analysten Informationen tiefgehend interpretieren.

Fünf Schritte zum Aufbau des zukunftsfähigen Teams

Für eine erfolgreiche Anpassung empfehlen Experten, vom klassischen Ansatz abzuweichen und stattdessen eine detaillierte Analyse der Geschäftsziele vorzunehmen. Es gilt, das reale Expertiseniveau im Team zu bewerten, Abhängigkeiten von einzelnen Spezialisten zu beseitigen und eine ausgewogene Kombination aus interner Weiterbildung, externer Rekrutierung und Automatisierung zu schaffen, um Personalrisiken zu minimieren.