Der geplante Besuch der Sonderbeauftragten des US-Präsidenten, Steve Witkoff und Jared Kushner, in der Ukraine wurde erneut verschoben. Laut dem Journalisten von „Radio Swoboda“ Alexey Raufoglu ist die Reise nicht abgesagt, jedoch wurde ihr Zeitrahmen vor dem Hintergrund verstärkter russischer Raketen- und Drohnenschläge auf Kiew in der vergangenen Woche verschoben. Dies berichtet RBC-Ukraine unter Verweis auf die Veröffentlichung von Raufoglu in den sozialen Medien X.

Grund der Verschiebung – Eskalation der Angriffe auf die Hauptstadt

Hauptgrund für die Änderung des Zeitplans waren laut Raufoglu die intensiven russischen Raketen- und Drohnenangriffe auf die ukrainische Hauptstadt, die in der vergangenen Woche verzeichnet wurden. Der Journalist betont, dass es sich hier um eine Verschiebung und nicht um eine Absage der Mission handelt: „Laut meinen Quellen wurde der lang erwartete Besuch von Witkoff und Kushner in der Ukraine ‚etwas verschoben, aber nicht abgesagt‘ – aufgrund der verstärkten Raketen- und Drohnenangriffe auf Kiew in der vergangenen Woche“.

Was über die neuen Termine bekannt ist

Eine konkrete Datum für den erneuten Besuch wurde zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht genannt; laut vorliegenden Informationen werden die neuen Termine zusätzlich mitgeteilt. Zuvor, nach dem produktiven Treffen von Wolodymyr Selenskyj mit Donald Trump, wurde erwartet, dass die Verhandlungsführer des US-Präsidenten innerhalb der nächsten Wochen in der Ukraine eintreffen würden, wobei der Unabhängigkeitstag am 24. August als wahrscheinlichster Tag für die diplomatische Mission galt. Dieser Zeitrahmen ist nun faktisch verschoben.

Europäischer Kontext: Sechs Staatschefs in Kiew

Vor dem Hintergrund der Verschiebung der US-Delegation reisten am 23. August gleich sechs europäische Staatschefs – Vertreter Litauens, Lettlands, Estlands, Dänemarks, Norwegens und Finnlands – nach Kiew. Dieser Fakt, auf den Raufoglu hinwies, unterstreicht, dass die diplomatische Aktivität rund um die Ukraine nicht aufhört, obwohl die amerikanische Spur vorübergehend verlangsamt wurde.

Widersprüchliche Angaben

In den Veröffentlichungen zum Thema ist eine Abweichung in der Darstellung zu erkennen. Einige Medien verbreiten die Version einer Absage des Besuchs (im Stil der Schlagzeile „sie werden nicht kommen“), während die Primärquelle – der Post von Alexey Raufoglu – eindeutig von einer Verschiebung und nicht von einer Absage spricht. Darüber hinaus gibt es eine Unstimmigkeit in der Chronologie: Als Tag für die Mission wurde der 24. August genannt, doch bis zu diesem Datum hat der Besuch nicht stattgefunden und wurde verschoben, was den Zeitrahmen „nächste Wochen“ in Frage stellt. Beide Versionen – „verschoben“ und „abgesagt/werden nicht kommen“ – zirkulieren im Medienraum, wobei die autoritative Primärquelle lediglich die Verschiebung bestätigt.

Diplomatischer Hintergrund und Position Washingtons

Washington bestätigt derweil öffentlich weiterhin den Kurs der Unterstützung für Kiew. US-Außenminister Marco Rubio gratulierte der Ukraine zum 35. Jahrestag ihrer Unabhängigkeit und betonte, dass die Vereinigten Staaten dem Respekt und der Unterstützung der ukrainischen Souveränität verpflichtet bleiben. Somit wird die Verschiebung des Besuchs von Witkoff und Kushner als taktische Anpassung des Zeitplans und nicht als Änderung der Position der US-Regierung wahrgenommen.